Frühmorgens packten wir unsere Sachen zusammen und liefen von unserer Unterkunft in San Blas hinunter zum Bahnhof. Dort wurde kurz unser Ticket kontrolliert und wir konnten in der Lounge Platz nehmen. Sogleich bekamen wir auch noch einen Cocatee angeboten und nahmen diesen dankend an. Kurz danach kamen auch schon weitere Fahrgäste an. Nach und nachholte dann das Zugpersonal die Fahrgäste ab, um diese zu ihren Plätzen zu geleiten. Wir bekamen einen Tisch für zwei und richteten uns hier kurz ein.

Marcel ging direkt nach hinten, um die Fahrt aus der Stadt von der Aussichtsplattform des Zuges zu sehen. Danach bestellte er sich Frühstück, da er im Gegensatz zu mir noch nichts gegessen hatte. Während der Fahrt konnten wir uns jederzeit Cocatee und Wasser kostenlos bestellen, alle weiteren Getränke waren indes nicht inklusive. Nach dem Frühstück gingen wir zusammen nach hinten und genossen die Aussicht. Kurz darauf folgte die erste Musikaufführung inklusive Tanzaufführung und Modenschau. Alles stand im Zeichen der Region Cusco und dem Sacred Valley. Dazu gab es Bananenchips und gerösteten Mais zum Snacken und unser Willkommensgetränk bekamen wir auch serviert.

Der Zug bahnte sich immer weiter den Berg hinauf, bis wir die höchste Stelle der Fahrt auf 4338 Höhenmetern erreichten. Der Zug stoppte kurz und wir konnten alle aussteigen. Hier oben befand sich nicht viel außer einer kleinen Kirche und einigen Verkaufsständen, die einzig für diesen Zugstopp aufgebaut wurden. Da wir nichts weiter benötigten, machten wir nur ein paar Fotos und stiegen danach wieder in den Zug. Die Zugbesatzung hatte indes die Zeit genutzt und die Tische für das Mittagessen eingedeckt. So bekamen wir direkt Brot mit Aufstrichen serviert. Im Anschluss folgte die Suppe, der Hauptgang und das Dessert. Dazu gab es ein Glas Wein und natürlich Wasser.

Danach ging die Fahrt weiter, wobei es fast jedem Fahrgast schwerfiel, die Augen offenzuhalten. Wir gingen irgendwann nach hinten, denn die frische Luft macht munter. Zu unserer Überraschung sahen wir unzählige Flamingos im Fluss stehen. Irgendwie hatten wir mit Flamingos in Peru gar nicht gerechnet. Zudem folgte die zweite Musikaufführung des Tages – diese beinhaltete traditionelle Lieder und Tänze des Altiplano (der Hochebene) auf der sich Puno und der Titicacasee befinden. Kaum waren wir wieder auf unserem Platz angekommen, gab es einen Nachmittagssnack inklusive Tee.


Danach kamen wir in die Stadt Juliaca und fuhren hier quer durch den Markt. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Waren – jeglicher Art – lagen mitten auf den Schienen. Danach wurde es dunkel und wir kamen nach 10,5 Stunden Fahrt in Puno an. Dort schnappten wir uns unser Gepäck und gingen zu unserem Hotel. Essen wollten wir heute nichts mehr, aber eine Tour buchen für den nächsten Tag. Wir entschieden uns jedoch für eine Halbtagestour.


Am nächsten Morgen standen wir auf und gingen hinunter zum Frühstück. Danach konnten wir uns in aller Seelenruhe fertig machen, bevor wir von einem Taxi abgeholt wurden, welches uns zum Hafen fuhr. Hier wurden wir direkt auf ein Boot gebracht und durften erst einmal warten. Irgendwann kamen noch andere Fahrgäste und die Fahrt ging endlich los. Wieder einmal waren wir die einzigen, die kein Spanisch sprachen. Wir fuhren hinaus zu den Urus. Dies ist eine indigene Gruppe, die auf schwimmenden Schilfinseln im Titicacasee wohnt.

Bei so einer Tour besucht man eine Insel und erfährt dort alles. Das heißt, wie die Insel gebaut wird und wie die Menschen hier leben. Leider ist diese Veranstaltung hochgradig touristisch. Aber so sind alle Touren hier. Wir hätten einzig uns eine Unterkunft auf einer der Inseln buchen können, aber irgendwie war uns nicht nach so viel Kälte in der Nacht. Also machten wir die Tour mit.

Von der Insel ging es dann in einem traditionellen Boot zur Hauptinsel. Aber das Boot wurde nicht etwa gerudert, so wie es üblich ist, sondern per Motorboot gezogen. Auf Insel zwei holten wir uns einen Coca-Muña-Tee (Muña ist peruanische Pfefferminze) und dann ging es zurück. Wir setzen uns für die Rückfahrt oben aufs Boot und betrachteten den See noch einmal genauer. Uns fiel auf, dass dieser wirklich so verdreckt ist, wie man überall liest.

Vom Hafen fuhren wir zurück zu unserem Hotel und gingen Mittagessen und froren dabei richtig doll, da es in dem Restaurant keine Heizung gab. Danach gingen wir einen Kaffee trinken. Wir fanden in einem Innenhof einen Platz in der Sonne, der auch noch windgeschützt war und genossen das Wetter. Dieser Ort gehörte definitiv zu den wärmsten in ganz Puno. Hier konnten wir uns sogar die Jacken ausziehen. Aber sobald wir uns wieder auf den Weg machten und irgendwo durch den Schatten gingen, war es eisig kalt. Zum Glück hatte unser Hotelzimmer eine Heizung.

…..up next Arequipa…..

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