Ayutthaya

Der Nachtbus von Phnom Penh war richtig angenehm. Die Betten hatten fast das perfekte Maß und es störte auch nicht, das ich neben mir eine Khmer liegen hatte. Nur das sie extrem auf die A/C stand, was etwas zu meinem Nachteil war. Aber ich hatte ja genug Sachen zum Anziehen mit. Also schlief ich recht gut auf dem Weg nach Poipet und wenn ich mal grad nicht schlafen konnte, konnte man ja immer noch zu den Sternen schauen.

It's good to be at the right time on the right place
Night bus

In Poipet sollte ich dann mein Ticket umtauschen gehen. Aber keiner schenkte mir Beachtung. Als es dann bei einem anderen sehr schnell ging, fragte ich einmal nach, was denn da jetzt das Problem sei. Sie hatten wohl ein Problem, da auf dem Teil vom Ticket kein Ziel mehr angegeben war. Dafür konnte ich ja nichts und dann gaben sie nach und gaben mir ein neues.

Ich ging dann mit den anderen zur Ausreise. Es funktionierte problemlos. Das einzig lustige war, dass sie bei der Ausreise aus Kambodscha die Fingerabdrücke nahmen. Naja wenn man bedenkt wie easy es gewesen wär illegal einzureisen, ist diese Tatsache doch sehr belustigend. Gerade als ich weiterziehen wollte, hörte ich meinen Namen. Thomas war auch mal wieder da 🙂 Bei den Thais lief es erfreulicher Weise genauso schnell. Es gab keine Fragen warum ich schon wieder einreisen will und ich bekam einfach nach nicht mal einer Minute meinen Stempel und war endlich wieder in Thailand.

Dann mussten wir mal wieder auf den Bus warten und ich hatte das Glück, das hinten alles belegt war und ich vorne sitzen konnte. Da schnallte ich mich sogar mal wieder nach gut 3 Monaten im Auto an. Wir hielten irgendwie alle 5 Meter, weil laufend getankt werden musste. Aber so bekam ich endlich wieder meinen Green Tea, konnte in einen 7eleven gehen und das Street Food essen. It’s good to be back 😀

In Bangkok angekommen hieß es, ich soll ein Taxi zum Bahnhof nehmen. Gesagt getan. Eigentlich ist Bangkok ja eine schöne Stadt, aber der Verkehr….und da es hier im Gegensatz zu Phnom Penh deutlich mehr Autos als Mopeds gibt, gibt es eben gar kein Vorankommen. So saß ich nach einer Stunde immer noch im Auto. Wäre ich zu Fuß gegangen, wäre ich schon da gewesen. Da ich keine Lust mehr hatte für’s Warten zu zahlen, stieg ich aus und lief. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich am Bahnhof an und kaufte mir ein Ticket nach Ayutthaya für unglaubliche 20 Baht.

Dann wollte ich noch Geld holen und dachte mir so 30000 Baht sollten wohl reichen. Zum Glück weigerte sich der Automat mir diese Summe auszuzahlen, Ich war komplett in der falschen Währung gelandet. Also stieg ich besser in den Zug und verschob das Geld holen auf später. Im Zug half mir der einzige Westler mit meinem Gepäck, naja und am Ende stiegen wir auch zusammen in Ayutthaya aus. Dort angekommen versuchte ich mein Glück noch einmal am ATM und entschied mich diesmal für 4000 Baht 😉

Dann gingen wir zwei auf Hostelsuche und landeten zusammen in einem Zimmer. 5 Betten ganz für uns allein, denn das Zimmer wurde nicht als Dorm angeboten. Wir sollten erst 700 Baht zahlen, bekamen es dann aber für 300 Baht, also 150 Baht each. Zusammen gingen wir dann noch Street Food essen und für mich gab es das erste Pad Thai seit Wochen und dann hatte ich nur noch den Wunsch zu schlafen.

It's good to be at the right time on the right place
Thai train

Am nächsten Tag liehen wir uns Räder aus und zogen los die Tempel zu erkunden. Wir beschlossen bei dem am weitesten entfernten Tempel anzufangen und uns dann zurück zu arbeiten. Also ging es raus aus der Stadt und dort winkten uns so viele Leute zu. Angekommen am ersten Tempel hatten wir den komplett für uns allein. Danach fuhren wir noch zu einer portugiesischen Siedlung. Aber den Weg hätte man sich sparen können, denn außer ein paar Mauern und Skeletten gab es hier nichts.

Beim nächsten Tempel hätte man Eintritt zahlen müssen, aber irgendwie hatten sie ein Seitentor offen gelassen und wir fuhren durch und hatten so den Tempel for free. Ich glaub dieser Tempel war einer der besser erhaltenen von Ayutthaya. Zurück in der Stadt gab es erstmal einen Iced Green Tea für Victor und mich bevor wir weiter zogen. Bei dem Tempel mit dem Buddhagesicht in den Wurzeln zahlten wir dann auch einmal Eintritt. Da aber mit unseren Tickets nichts gemacht wurde, verschenkten wir sie an die nächsten und die konnten sich den Eintritt sparen, denn den Eintritt war der auf keinen Fall wert.

Ayutthaya
the buddha way
Ayutthaya
a bit askew
Ayutthaya
big golden buddha
Ayutthaya
just me
Ayutthaya
nice view
Ayutthaya
meditating
Ayutthaya
temple for free
Ayutthaya
new temple
Ayutthaya
lying buddha
Ayutthaya
old temple
Ayutthaya
Ayutthaya
buddha in the tree
Ayutthaya
just me an buddha
Ayutthaya
cock fight

Uns fiel aber bei der Fahrt durch die Stadt auf, dass sie überall was aufbauten. Später fragte ich dann in der Touristeninformation nach und sie sagten mir, das am nächsten Tag ein zehntägiges Festival startet. Die große Show aber am heutigen Abend for free sei. Somit war klar, was wir am Abend machen würden. Somit war auch mein Plan am Abend noch nach Sukhothai zu fahren spontan geändert worden. Ich blieb noch eine Nacht und Sukhothai wurde geskipt.

Wir beschlossen am Abend einen tätowierenden Monk zu suchen, denn Victor hatte von ihm gehört und wollte unbedingt ein Bamboo Tattoo von ihm. Ich hatte auch so eine Story gehört, dass es einen Monk geben soll, der dir ein Tattoo sticht und dabei er allein entscheidet, welches Tattoo du bekommst. Bezahlt wird er dann mit einer Donation, denn er macht dies einfach nur, weil er es will. Victor brachte in Erfahrung wo wir zu suchen hatten und so machten wir uns auf den Weg. Wir fragten immer wieder Leute und wurden hin und her geschickt und am Ende bekamen wir den Namen des Monks in Thai Schrift. Da aber die Sonne schon untergegangen war und wir natürlich kein Licht am Fahrrad hatten, brachen wir die Suche ab.

Es ging also essen und dann zu der Show. Dort angekommen wurden wir immer wieder vertröstet und nicht reingelassen. Aber irgendwann wurden wir dann durch gelassen und suchten uns einen Platz. Ich glaub, wir waren die einzigen Westler dort. Dann begann die Show. Es wurde die Geschichte von Ayutthaya erzählt. Natürlich verstanden wir nichts und so gab es für uns nur die Schauspieler. Es war echt genial, die Tempel wurden immer wieder anders angeleuchtet. Es gab Feuerwerk, Elefanten und Unmengen von Darstellern. Da waren wir wohl mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Nach der Show nutzen wir die Chance um Fotos mit den Elefanten zu machen. Aber auch die Thais wollten dann Fotos mit mir machen 😀

Als wir heim fuhren hörten wir irgendwo aus einer Bar live Musik und hielten sofort an. Wieder eines dieser Dinge, die ich an Thailand so liebe. Wir tranken Chang und quatschten über das Traveller Dasein. Victor beschloss außerdem für mich, das ich am nächsten Tag auch ein Tattoo bekommen sollte und wollte mit mir sogar wetten. Irgendwie sind diese Reisebekanntschaften, denen man sich nach so kurzer Zeit so verbunden fühlt, echt faszinierend. Aber eben das ist einer der genialen Aspekte des Reisens. Man muss nicht in abgelegene Gegenden fahren und das wirkliche Thailand, Laos oder was auch immer kennenlernen… Man lernt auf der normalen Backpacker Route auch sehr viel. Denn die anderen Traveller kommen eben aus allen möglichen Ländern der Welt und so lernt man eben nicht nur Thailand ,sondern die halbe Welt irgendwie kennen, was ich sehr interessant finde. Naja irgendwann schloss dann die Bar und wir gingen schlafen.

Ayutthaya
elephants
Ayutthaya
fighting
Ayutthaya
huge fights
Ayutthaya
fireworks
Ayutthaya
glowing stupa
Ayutthaya
buddha pic
Ayutthaya
hypnotize
Ayutthaya
does it work
Ayutthaya
violett
Ayutthaya
huge final
It's good to be at the right time on the right place
getting applause
Ayutthaya
Victor
Ayutthaya
and myself
Ayutthaya
he tried to kill me

Am nächsten Morgen fuhr ich als erstes zum Bahnhof, denn mir wurde versprochen, dass ich um 12 Uhr für den eigentlich ausgebuchten Nachtzug Tickets bekommen würde. Genau so war es auch und ich kaufte ein Ticket für den Abend.

Danach ging es für Victor und mich wieder auf die Suche nach dem Monk und Dank des Thai Namens kamen wir auch immer weiter und fanden ihn schlussendlich. Aber was wir fanden war kein Monk, sondern ein Tattoo Studio, wo man selbst sein Tattoo wählt und natürlich zahlen muss. Naja und die hygienischen Standards waren auch nicht gerade erfüllt, also ergriffen wir nur ganz schnell die Flucht. Victor war ziemlich enttäuscht, wohingegen mir es egal war, schließlich wollte er ja das Tattoo nicht ich. Im Guesthouse chillte ich den Rest des Tages während er noch einige Dinge erledigte. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns dann und er meinte nur „It’s time for you getting crazy!“. Naja mal schauen, aber ich hoff, er läuft mir noch einmal über den Weg. Ich ging dann zum Bahnhof und stieg in den Zug nach Hause.

…..up next my home from home…..

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