Reisen in Laos

Wie immer viel zu früh – da soll mal noch einer sagen, Reisen sei Erholung – ging es los. Der Pick up war diesmal pünktlich. Ich hatte mir noch meine winddichte Jacke angezogen und das war auch gut so. Man konnte sogar den Atem sehen. Am Busbahnhof bekamen wir Verpflegung und unser Ticket. Aus dem VIP Bus ist mit einem Mal der Local Bus geworden und in diesem gibt es natürlich wieder Gangplätze.

Anfänglich fuhren wir mit geöffneter Tür los, aber zum Glück konnten wir dann doch überzeugen, dass die Tür geschlossen wurde. Ich fror aber trotzdem, denn solche Temperaturen bin ich einfach nicht mehr gewöhnt. Auf der Fahrt schrieb ich dann mit Randal, denn da er auch in Laos ist, wollten wir uns wiedersehen. Er meinte, er fahre heute in den Norden und zwar nach Thakhek. Tja und mein Ticket ging nach Savannakhet, was südlicher lag. Da er von Thakhek am nächsten Tag den Loop fahren wollte, lag es an mir vielleicht vorher aus dem Bus auszusteigen und ich entschied mich dafür.

Irgendwann stoppten wir und es gab gute laotische Nudelsuppe zum Frühstück und anschließend wurde unser Bus erst einmal bis zum letzten Platz aufgefüllt. Tja und dann, dann war der Asphalt weg und es gab nur noch einen Sandweg. Mittlerweile war es draußen warm geworden, aber auf diesem Weg konnte man unmöglich mit geöffneten Fenstern und Türen fahren. Alle saßen im Bus mit Staubmaske und auch ich zog meinen Buff über die Nase. Am Ende der Fahrt sah man, wie dreckig er geworden war. Auf der Fahrt sah man auch einen LKW, der die Kurve nicht bekommen hatte und den Abhang runter hing.

Nachdem die Straße besser wurde, wurde alles aufgerissen, was ging. Außerdem gab es noch gute laotische Musik zu hören und ich konnte meinen MP3-Player gar nicht so laut stellen, dass ich verschont blieb. Unsere Toilettenstopps erledigten wir immer irgendwo in der „Wildnis“, aber besser als laufend 2000Kip zu zahlen. Um unser Ziel nicht zu verpassen, schaltete ich mein GPS ein, denn der Bus fuhr bis Pakse durch und man musste, sagen wenn man raus will. Nach gut 10 Stunden kamen wir in Thakhek an und ich stieg mit zwei Französinnen aus. Zusammen mit ihnen wollten wir zur Travellerslodge laufen, die eigentlich gleich um die Ecke sein sollte.

Somit ging es ohne Tuktuk mit den Rucksäcken los. Nach einer Stunde kamen wir an, denn natürlich war sie nicht um die Ecke sondern gut 4km entfernt. Ich war so froh angekommen zu sein und da ich kein Bock hatte was neues zu suchen, nahm ich dieses miese Dormbett für 5 Euro. Der Laden ist eine echte Absteige seitdem die Besitzer gewechselt haben. Außerdem für Diebstähle bekannt und so kam mein Pacsafe mal zum Einsatz.

Abends aß ich dann mit den zwei Mädels zu Abend. Bei mir gab es mal wieder Laab und es war echt gut. Dafür war der Service umso mieser. Ich bestellte mir noch einen Watermelonshake und mir wurde gesagt sie haben keine Wassermelone – okay kein Problem – ich fragte, was sie haben und entschied mich für Banane. Nach 15 Minuten fragte ich, wo mein Shake sei und bekam als Antwort „Ich muss erst Bananen kaufen gehen“ – da hätt er mir auch ne Wassermelone kaufen können. Da Randal dann bis Mitternacht nicht aufgetaucht war, ging ich schlafen. Das Bett war der Horror. Man spürte jeder Feder und ich legte alles was ich fand unter mich um wenigstens halbwegs schlafen zu können.

Reisen in Laos
the „VIP“ bus
Reisen in Laos
dusty
The way to paradise
awesome Laab

Morgens um 8 Uhr stand ich auf. Randal war gegen 3 Uhr – er sollte um 21 Uhr ankommen – angekommen. Aber in einer anderen Unterkunft. Aber seine Gruppe wollte sich die Bikes bei uns leihen, somit konnten wir uns dann treffen. Ich packte meinen Rucksack und checkte aus, da ich noch heute auf die 4000 Inseln mit dem Nachtbus wollte. Ich aß Frühstück mit zwei anderen Mädels und wieder war der Service der Horror. Mein Esen kam, aber das der Mädels nicht.

Nach einer halben Stunden und Nachfragen, kamen sie und sagten, dass sie das Essen nicht haben. Gegen 10 Uhr kam dann Randal mit seiner Reisegruppe. Es waren zwei Schweizer und zwei Deutsche, denen ich mit meinem Unfall mal direkt etwas Angst einjagte. Sie fragten nämlich, ob ich nicht mit wolle, aber Randal nur so „No motorbikes for her!“. Wo er recht hat. Wir quatschten ein wenig, aber leider mussten sie bald los. Aber es war toll, ihn nach eineinhalb Monaten wiederzusehen und wer weiß, vielleicht schaffen wir es noch einmal.

Als sie weg waren, sprach ich ein Pärchen an. Anne und Jakob aus Deutschland wollten auch in den Süden reisen, waren sich aber nicht sicher, ob sie direkt auf die Inseln wollten. Wir fuhren mit dem Tuktuk zum Busbahnhof und da es einen Nachtbus gab, buchten wir drei Tickets. Anschließend gönnten Anne und ich uns eine Massage – 5 Euro für eine Stunde Lao-Massage. Diesmal hatte ich das Mädel auf meinem Rücken stehen und sie war auch sonst nicht so zimperlich und verbog meinen Körper in alle Richtungen. Aber es war gut.

Den Rest des Nachmittags hingen wir ab, bevor wir zum Busbahnhof fuhren. Dort versuchten sie uns laufend in den Bus ohne A/C zu stecken, aber wir blieben standhaft und warteten. Wir kauften uns Obst, bekamen einen tollen Sonnenuntergang und gegen 19 Uhr kam dann unser Bus. Ich setzt mich neben den einzig anderen „Westler“. Mit Andi, ein Schweizer, unterhielt ich mich super.

Bis Pakse durfte ich dann wieder die gute laotische Musik genießen und außerdem wurde die A/C auf Tiefkühltruhe gestellt und wir gingen alle zu unseren Rucksäcken um uns mehr Klamotten zu suchen. Nach Pakse gegen 3 Uhr hielt der Bus mit einem Mal irgendwo in der Wildnis an. Die Tür wurde geöffnet und das Licht ging aus – Schlafenszeit. Es war kurzzeitig ruhig, aber dann fingen die Laoten an zu reden. Aber irgendwie schliefen wir dann doch, bis morgens um 7 Uhr mit einem Mal alle ausstiegen und wir dann auch mal nachfragten.

Okay alle raus und schon kam der nächste Bus. Ein Lokalbus ohne A/C und so ging es mit offenen Fenstern weiter. Der Busfahrer hatte es wohl eilig, denn er raste nur so die Straßen entlang. Dann hielten wir an einem Markt und die Verkäuferinnen enterten mit ihrem Fleisch den Bus. Circa 20 km vor dem Ziel stiegen welche aus und man glaubt gar nicht, wie viel Gepäck man haben kann. Ich glaub, die sind mit dem Bus umgezogen.

Nebenher wurde an unserem Bus rumgeschraubt. Scheinbar funktionierte die Schaltung nicht richtig. So kam es dann auch das wir teilweise nur so über die Straße schlichen und immer wieder Pausen machten. Nach 2 weiteren Stunden für 20 km kamen wir an. Wir wurden in einen Minibus verfrachtet der als wir ankamen schon voll war. Aber wir und einige Hühner fanden trotzdem noch Platz.

Dann ging es zum ATM, da es auf den Inseln kein Geld geben sollte. Tja leider funktionierte der nicht, aber zum Glück war ich aktuell noch Millionärin. Danach fuhren wir mit einem Boot nach Don Det, durften dann das Boot wechseln und fuhren rüber nach Don Khon. Dort ging es dann in der Mittagshitze Bungalow suchen, denn auf der gechillteren Insel gab es keine Dorms. Anne und Jakob mieteten sich was für 6 Euro, aber Andi und mir sagte, dass nicht zu und wir suchten weiter bis wir war für 5 Euro die Nacht fanden und meine Kriterien wurden erfüllt. Mekong View, Hängematte und das war alles was ich brauchte.

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…..up next Don Khon…..

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