Yi Peng at Mae Jo

Es war ziemlich langweilig im Hostel und so dachte ich ernsthaft darüber nach meine Zelte in Chiang Mai abzubrechen und teilte, dass auch schon Stefan und Co. mit. Am Abend war ich gerade dabei, andere Ziele herauszufiltern als mit einem Mal mein Handy anfing zu blinken. Nanu eine SMS und dann noch eine. „Für ihre Visa-Karte wurden gerade 10180 Baht angefragt“, der Blick in meine Tasche zeigte mir aber, dass meine Visa wohl in meinem Besitz war. Da trudelte auch schon die nächste SMS ein. Mein Gedanke nur, warum eigentlich ich schon wieder?! Am Ende waren es über 40.000 Baht und ich reagierte sofort, änderte meinen Karten-Pin und rief die Nummer an, die bei den SMS gleich dabei steht.

Der nette Mann von Visa am anderen Ende meinte nur, dass wir meine Karte sperren müssten und schickte direkt die Neue los, außerdem gab er mir die Nummer von comdirect, wo ich erfragen konnte wie ich das Geld zurückfordern kann. Bei comdirect hatte ich eine wirklich hilfsbereite Frau am Telefon. Sie sagte mir, welches Formular ich ausfüllen musste und zeigte mir Wege auf wie ich an Geld kommen könnte. Die Variante meine EC-Karte entfiel leider, wie sie mir mitteilte. Ich habe nämlich so eine dämliche V-Pay Karte mit der man außerhalb von Europa im Grunde nix mehr anfangen kann, aber hey wenigstens sind die sicher. Leider kann man sich davon im restlichen Ausland nix kaufen.

Dann schauten wir noch bei Western Union nach, es sind zwar hohe Gebühren, aber im Notfall… Ich erzählte Stefan direkt von meinem neuen Schlamassel und er bot mir direkt an mir Geld zu geben. Auch Pascal sicherte mir seine Hilfe zu, also stand schon einmal fest, solange ich hier im Hostel bin, komme ich an Geld. Unten an der Hostelbar bekam ich dann ganz viele Komplimente für meine positive Art. Jeder meinte er würde in meiner Situation verzweifeln, aber ich, ich nehm es halt wie es kommt. Mal ehrlich heulen, schreien und verzweifeln würden mir in dem Fall eben nicht weiterhelfen.

Am nächsten Tag regelte ich dann alles wegen der Karte, druckte das Formular aus und schickte es los. Jetzt merkte man endgültig, dass ich VIP bin, denn ich musste im Gegensatz zum Rest nichts für’s Kopieren zahlen. Irgendwie ist der Tag wie im Flug vergangen. Abends fragte ich Stefan noch, ob er mir wirklich Geld geben würde und wir holten zusammen 10.000 Baht und ich überwies ihm die Kohle direkt auf sein Konto. Jetzt hatte ich erst einmal genug Geld für die nächsten Tage. Dann war auch noch Stefans letzter Abend und so gingen wir zuerst zusammen auf dem Markt essen und dann ging es in Richtung Zoe’s in den Rockclub. Aber so richtig lang blieben wir nicht weg.

Am nächsten Morgen gingen Stefan und ich noch im Free Bird Cafe frühstücken. Ich hatte lang nicht ein so gesundes Frühstück, denn in meinem Pancake versteckten sich soviele gesunde Körner. Zurück im Hostel hieß es dann Abschied nehmen und somit war der erste von uns Longstays weg. Nachmittags ging ich dann in Angel’s Secret. Es gab ein Lachs Croissant, göttlich. Als ich gehen wollte, sprach mich die Besitzerin an und wir erzählten eine Weile.

Als ich dann zurück im Hostel war, sah ich Leon schon in der Bar. Er war frisch aus dem Tempel heimgekehrt und freute sich genauso mich zu sehen. Wir gingen abends zusammen Burger essen und das bei genialer Live-Musik. Ich kam einmal wieder in den Genuss „Lost Star“ vom „Can a song safe your life“-Soudtrack zu hören. Warum ich dieses Lied eigentlich sooft in Chiang Mai zu hören bekomme, ist mir ein Rätsel. Leider war der heutige Abend so verregnet, dass ich echt zu tun hatte trocken mit meinem Verband durch zu kommen.

Free Bird Cafe Chiang Mai
so healthy and delicious
Angel's Secret Chiang Mai
so good – my favourite place in Chiang Mai
Speechless in Chiang Mai
best beer

Am Freitag ging es dann mit Andrew unserem riesen Teddy und den anderen in den Silver Temple. Der einzige silberne Tempel in ganz Thailand und er darf nicht von Frauen betreten werden. Also bat ich einen von den Jungs mir Fotos vom Innern zu machen. Neben dran war noch ein anderer Tempel und dort wurde ich direkt mal wieder vom Mönch angesprochen. Er erklärte mir auch, dass es mit der Lanna-Kultur zu tun hat, dass keine Frau den Tempel betreten darf.

Abends hatte ich mich mit Thomas aus Deutschland im Zoe’s verabredet. Ich wartete und wartete und irgendwann kamen die Leute vom Hostel vorbei und nahmen mich einfach mit. Aber irgendwann fand ich dann doch Thomas, wie er nach mir suchte. Wir holten uns erst einmal einen Mojito und quatschten ne Runde. Als Zoe’s dann zu machte, wurde ich wieder von meiner Hostelcrew abgefangen und ich wollte mit Sebastian noch ins Spicy gehen. Wir kannten aber den Weg nicht und Jon, den ich auf dem Weg traf, war zu besoffen um ihn mir zu zeigen. Also ging es doch zurück ins Hostel.

Silver Temple Chiang Mai
Silver Temple Chiang Mai
Silver Temple Chiang Mai
the monk I talked to
Silver Temple Chiang Mai
some buddhas
Silver Temple Chiang Mai
money for good karma
Silver Temple Chiang Mai
women are not allowed inside this temple
Silver Temple Chiang Mai
the sun is shining
Silver Temple Chiang Mai
the temple is so different
Silver Temple Chiang Mai
golden buddha
Silver Temple Chiang Mai
silver buddha
Silver Temple Chiang Mai
and an elephant

Am Samstag buchte ich mich noch spontan bei der Tour zum Lantern Festival ein und ging dann mit Thomas frühstücken. Im Thaan Aoan gab es Pancakes mit ganz vielen Früchten. Also dort geh ich sicher noch einmal hin. Thomas brachte mich dann noch zum Hostel und dort wurde ich schon von Tony empfangen, denn sie wollten schon zum Lantern Festival los. Also schnell umziehen, denn man musste polite gekleidet sein und schon ging es los.

 Thaan Aoan Chiang Mai
good pancakes

Im Auto hatte ich nur Amis und keinen hatte ich zuvor gesehen, na super. Auf dem Festgelände angekommen, sicherten wir uns einen Platz und ich ging mit dem einen Ami los. Zum einen wollte ich Tom suchen, denn der schwirrte hier heute auch rum und zum anderen wollte ich einen Fruitshake. Der Kerl ließ mich dann recht schnell allein und ich ging allein weiter. Mit einem Mal kreuzte n Kerl mit Sonnenbrille meinen Weg und nach einem kurzen Moment umarmte er mich schon.

Alex, na mit dem hatte ich jetzt nicht gerechnet. Ich schloss mich ihrer Gruppe an und irgendwie sind die mit einem Mal verschwunden und nur ein anderes Mädel war noch über, Vanessa aus der Schweiz. Wir entschlossen uns die anderen zu suchen und fanden sie dann auch. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag zusammen und machten uns dann in der Dämmerung auf zum Festgelände.

Als wir dort wieder ankamen war alles überfüllt und ich realisierte, dass ich nie zu meiner Gruppe, die mitten auf dem Gelände war, unfallfrei kommen würde. Aber zum Glück waren einige andere aus meinem Hostel in der Nähe und ich setzte mich zu ihnen.

Wir warteten bis es endlich losging und das, was dann passierte, war wirklich ohne Worte. Jeder von uns war komplett fasziniert und außer „Wow“, „Amazing“ und „I can’t believe it.“ hatten wir keine Worte. Irgendwann ließen wir dann auch unsere Laternen steigen und hatten am Ende sogar eine gewisse Routine und das beste ist, wir haben keine abgefakelt. Alle sind aufgestiegen und so gehen unsere Wünsche in Erfüllung. Als alles zu Ende war, bot mir Patrick, der auch mit Alex und Co. auf’m Weg war an mit ihnen mitzukommen. aber ich blieb bei meinem Hostel und suchte erstmal den Platz meiner Gruppe auf. Keiner da, na toll!

Dann ging ich mit den anderen zum Parkplatz, kein Auto! Das alles bestätigt mal wieder mein Bild über Amerikaner. Jetzt mussten wir bloß einen Weg finden, wie ich heimkam. Das Auto der anderen war voll, aber in einem der anderen Busse war ein Platz frei und so kam ich for free nach Chiang Mai. Im Hostel kam ich sogar als erste an. Aber von meiner Gruppe sah ich niemanden und es fragte auch keiner vom Hostel nach, schließlich hatte ich nichts bezahlt und so blieb es dann auch.

Am Abend ging es dann wieder Richtung Zoe’s, aber diesmal mit Ton, Pascal und Co. also vor allem Thais. Wir gingen dann auch in einer Gruppe von ca. 20 Leuten zusammen ins Spicys. Der Laden war brechend voll, aber trotzdem fand ich mal wieder Thomas. Wir feierten bis der Laden um halb 5 schloss. Während sie dann noch weiterzogen, ging ich heim.

Auf dem Weg traf ich dann Pascal und Co. an einem Street Food Place. Thai Food um 5 Uhr hatte ich jetzt auch noch nicht. Dann fiel ich nur so ins Bett, erwachte aber früh, da ich mit Alex verabredet war. Netter weise entschied er sich dann am Nachmittag mich zu versetzen und ich hatte den Tag damit vergeudet auf ihn zu warten (Ich sag nur Ami…).

Ich war echt bedient und ging dann abends mit Thomas auf den Sonntagsmarkt um mich mal wieder quer durch den Markt zu essen. Danach ging es mit einigen aus dem Hostel in die Jazz-Bar und als die fertig mit spielen waren, entdeckten wir draußen circa 20 andere vom Hostel. Wir saßen alle zusammen auf dem Grashügel und quatschten. Als sich dann ein Teil entschloss ins Zoe’s zu gehen, hatte der Laden schon zu. Also wieder ab ins Spicys, wo wie jeden Tag Thomas auch schon da war :) Ich tanzte mit Sebastian und ein zwei anderen noch bis um 3 Uhr bevor es ins Bett ging.

Yi Peng at Mae Jo
buying some lanterns
Yi Peng at Mae Jo
Alex’s friends
Yi Peng in Chiang Mai at Mae Jo
crowded
Yi Peng in Chiang Mai at Mae Jo
impressive
Yi Peng in Chiang Mai at Mae Jo
now its our turn
Yi Peng in Chiang Mai at Mae Jo
nice pic
Yi Peng in Chiang Mai at Mae Jo
Yi Peng in Chiang Mai at Mae Jo
Yi Peng in Chiang Mai at Mae Jo
make a wish

Während die anderen am nächsten Tag Richtung Pai aufbrachen, blieb ich zurück. Ich machte mal wieder nicht viel, aber drei kurze Nächte merkt man auch irgendwann mal. Am Abend gab es zu Leons Abschied sehr geniale Schnitzel von Pascal gekocht und dann gingen wir zusammen mit Jon in die Jazzbar. Die Band war mal wieder sehr genial, aber heue gingen wir dann auch direkt heim, denn um halb zehn wartete der Doc schon auf mich.

Speechless in Chiang Mai
awesome schnitzel
Speechless in Chiang Mai
Jazz Bar
Speechless in Chiang Mai
we aren’t drunk…it’s just normal

Kaum im Krankenhaus kam der Doc schon an und regte sich bei den Schwestern drüber auf, dass sie mich warten ließen. Er schaute sich schnell meine Wunde an und war zufrieden. Sie ist zwar noch abgeklebt, aber den Verband bin ich los. Auf die Frage, ob ich das täglich wechseln muss kam nur „Just keep it dry“. Okay kein Wasserfall, aber auch kein Krankenhaus für eine Woche. Wieder im Hostel holte ich mir mit Leon noch einen Kaffee bevor auch er dann in den Redbus stieg. Jetzt war ich allein :( Im Hostel schaute ich dann mit Ton, der mittlerweile auch Dank Mopedunfall auf Krücken unterwegs war, Trailer an und wir beschlossen die Tage ins Kino zu gehen.

…..up next Chiang Mai (I hope it is not too boring for you?!)…..

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