Pai

In Pai angekommen machten Nico und ich uns auf den Weg zur Pai Circus School, da Daniel uns das Hostel empfohlen hatte. Zuerst ging es einmal quer durch Pai und dann auch noch den Berg hoch und das ganze mit Gepäck. Oben waren wir komplett durchgeschwitzt, gingen schnell in unsere Hütten zogen uns die Badesachen an und schon ging es ab in den Pool. Gleichzeitig fing es an wie aus Eimern zu schütten und so gab es kühles Nass von oben und von unten.

Danach setzten wir uns noch zu den anderen und ich merkte schon, so richtig mochte bei mir der Funke nicht überspringen. Trotzdem sagte ich zu als uns eine Gruppe zum Burger essen einlud. Wir zogen uns schnell trockene Sachen an und kamen wieder zur Rezeption, netter Weise haben die anderen nicht auf uns gewartet und so gingen wir los um sie zu suchen. Wir waren sogar erfolgreich und aßen einen Straußenfleischburger.  Während wir da so rum saßen, kamen auch noch Francois und Bente vorbei und ich schloss mich kurzer Hand denen zwei an, währen Nico mit den Leuten aus unserem Hostel weiterzog.

Pai
nice view after the rain
Pai
the room was not worth the money

Ich hatte schon beschlossen am nächsten Tag das Hostel zu wechseln und sprach wirklich jeden an. Ich fragte Randal, aber der war auch nicht begeistert von seinem Hostel. Danach traf ich die Jungs aus dem Bus wieder, aber auch die waren nicht begeistert. Was uns aber nicht daran hinderte alle zusammen weiter zu ziehen. Wir gingen über die Walking Street zur Yellow Sun Bar. Dort konnte man mal wieder Pool spielen. Später am Abend kam dann sogar wieder Nico vorbei.

Irgendwann nach Mitternacht machte ich mich dann auf den Heimweg. Im Dunkeln den Berg hoch  nahm ich eine Abzweigung zu früh und durfte so zweimal durch den Matsch. Nachts im Hostel wollte ich aufgrund der Matschschlacht noch duschen, aber das war so minder erfolgreich, weil die Dusche nicht richtig funktionierte. Dann ging es schlafen und durch den Regen war es echt kalt und man fühlte sich wie im Regenwald aufgrund der Lautstärke der Insekten.

Morgens packte ich schnell mein Zeug zusammen, quatschte kurz mit Daniel und machte mich dann auf die Hostelsuche. Nach circa einer Stunde fand ich einen Bugalow für 200 Baht mit eigenem Bad. Da er klinisch sauber schien, nahm ich ihn natürlich. Nebenbei erwähnt, war es auch noch günstiger als die miese Hütte der Circus School. 

Als ich gerade meinen Bugalow bezahlen wollte, fiel mir auf das meine 1000 Baht Scheine fehlten. Na super irgendwer im Hostel muss mich um 3 oder 4 Scheine erleichtert haben. Die kleineren Scheine und das Kleingeld UND die Kreditkarte waren noch da. Zum Glück hatte ich mir beim letzten mal nicht die üblichen 10000 Baht geholt. So konnte ich dann auch nur eine Nacht bezahlen, was aber für meinen Vermieter kein Problem war.

Anschließend ging es Frühstück essen, wo mich dann irgendwann Bente und Francois trafen. Die zwei wollten sich ein Moped leihen und die Gegend erkunden. Da ich niemanden hatte, wo ich aufsitzen konnte, schien es als müssten sie ohne mich losziehen. Doch dann tauchten Nico und Daniel auf und Nico hatte kein Problem mich mit zu nehmen. Da ich wusste, dass er daheim schon viel gefahren ist, saß ich bei ihm hinten auf.

Wir machten uns also zu fünft auf den Weg zu einem Wasserfall. Nach circa einer Viertelstunde endete die Straße an einem Bach. Francois und ich zogen die Schuhe aus und wateten durch’s Wasser, während Bente nach dem Weg fragte. Als feststand, dass der Weg wirklich durch den Bach führte, zogen wir alle los, bis wir auf einen Bekannten von Francois trafen.

Er war auch auf der Suche nach dem Wasserfall und wir gingen zusammen einen schmalen Trampelpfad entlang. Irgendwann waren wir uns dann doch nicht mehr so sicher und kehrten um. Als wir später wieder auf die Karte schauten, stellten wir fest, dass wenn wir hätten lesen können, klar im Vorteil gewesen wären. Der Wasserfall wäre nämlich 7 km entfernt gewesen, somit hätten wir uns das sparen können. Über den Bach führte eine Brücke und wir nutzten die Chance zum Gruppenfoto. Als dies erfolgreich erledigt war, krachte beim Aufstehen das Brückengeländer weg. Aber wir sind unbeschadet davon gekommen.

Pai
just smile – Daniel, Francois, Bente, myself and Nico
Pai
the bridge
just smile - Daniel, Francois, Bente, ich und Nico
the „way“

Nächster Halt war der weiße Buddha auf dem Berg. Um zu ihm zu gelangen, mussten wir einige Stufen in der Mittagshitze erklimmen. Dafür entschädigte der Ausblick von dort oben und außerdem hatten wir uns alle ein Eis zur Abkühlung verdient.

Pai
the way up
Pai
Franzi with view
Pai
just meditating
Pai
an awesome view
Pai
so incrdible
Pai
the white buddha

Als nächstes wollten wir zu einem Wasserfall, bevor es am Ende des Tages pünktlich zum Sonnenuntergang in den Canyon gehen sollte. Auf dem Weg zum Wasserfall passierten wir ein Elefantencamp und unverständlicher Weise hielten wir an. Angekettete Elefanten zu sehen, ist echt kein Spaß und die meisten von uns fühlten sich eher unwohl. Aber einige wollten trotzdem ein Foto machen.

Dann ging es weiter zum Wasserfall. Irgendwann waren Nico und ich allein. Vor uns waren Daniel und Francois‘ Bekannter schon lange verschwunden und auch hinter uns sahen wir die anderen zwei nicht mehr. An einer Kuppe dachte ich mir dann, „scheiße wir sind zu schnell“. Nico versuchte noch zu bremsen, aber wir schafften die folgende Rechtskurve nicht und rutschten auf dem rumliegenden Dreck weg. Wir rafften uns beide auf und als ich das Blut an meinem Knie sah, entschloss ich mich doch lieber nicht mehr zu bewegen.

Nico stand halb unter Schock und ging in den Schatten als Bente und Francois nach 5 Minuten angefahren kamen. Bente eilte zu mir, während Francois versuchte ein Auto zu organisieren. Wir durchsuchten meinen Rucksack nach Schmerztabletten, fanden aber nur die Reisetabletten und sie versuchte meine Wunde zu säubern. Außerdem kamen noch zwei Thais vorbei, die versuchten zu helfen. Irgendwann kam dann Francois mit einem Pick Up im Schlepptau.

Bevor er mich ins Auto trug, schauten wir noch, ob ich mein Bein bewegen kann. Positiv! Dann wurde noch das Moped aufgeladen und Bente und Nico setzen sich auf die Ladefläche. Nach ner dreiviertel Stunde erreichten wir das Krankenhaus und ich wurde direkt in die „Notaufnahme“ gebracht.

Dort säuberten sie meine Wunden und nähten die Hand mit einem und das Knie mit drei Stichen. Bente kümmerte sich um den ganzen Papierkram, zahlte vorerst die Rechnung und holte die Medikamente ab. Stolze 1640 Baht, also gerade mal 40 Euro kostete es. Ich bekam außerdem unter anderem 1000er AmoxC verschrieben und Nico 250er Dicloxa. Na was für’n Zufall, da bekommt man mal das Zeug, was man selbst analysiert.

Vor dem Krankenhaus ließen Bente und ich uns per Anhalter in die Stadt fahren, wo wir uns mit den anderen zum Essen trafen. Ich gönnte mir erstmal meine gute Khao Soi Soup. Dann brachten sie mich noch zu meinem Bungalow und ich gönnte mir eine Runde Spaß beim Duschen, denn die Verbände mussten ja trocken bleiben. Somit wurde um das Bein mein Regencape gebunden und um den Arm machte ich eine große Plastiktüte.

Mopedunfall in Pai
my hand
Mopedunfall in Pai
my knee
I am not missing out anything
and my own construction

Abends ging es dann wieder in die Yellow Sun und wir gönnten uns erstmal einen Shot. Irgendwann am Abend tauchte auch noch Kelly auf, der mir aus lauter Mitleid erstmal einen Drink spendierte. Francois war den ganzen Abend stinksauer auf Nico, da der einfach zu schnell gefahren war. Aber ich konnte nicht sauer sein, schließlich war es meine eigene Entscheidung mich bei ihm hinten rauf zu setzen. Ansonsten spieten wir wieder Pool, tranken was bis die Bar schloß und zogen weiter zur Raggae Bar. Hier setzte ich mich ans Lagerfeuer bis ich dann um 4 Uhr ins Bett ging.

Am nächsten Tag gönnte ich mir erst einmal ein gutes Frühstück bis es zum Verbandswechsel ins Krankenhaus ging. Der kostet täglich übrigens 200 Baht, also 5 Euro. Abends traf ich mich wieder mit den anderen. Wir gingen erst die Walking Street rauf und runter, bevor es wieder in die Yellow Sun ging. Da ich wusste, dass es Randals letzter Abend war, wollten wir uns verabreden, trafen uns dann aber doch zufällig vor der Yellow Sun. Er verbot mir ab sofort auf’s Moped zu steigen und wir verabschiedeten uns, da er weiterzog.

Da in der Yellow Sun nix los war, zogen wir auch weiter zur Sunset Bar. Die lag am Arsch der Welt und weil sie mir nicht zusagte, ging es von da wieder retour. Ich ging dann allein ins Buffalo’s, da Bente und Francois sich noch was zu essen holen wollten. Erst setzte ich mich zu den Jungs aus’m Bus, bis ich Randal mit seinem Kumpel sah. Ich gesellte mich zu ihnen und wir quatschen und lauschten den open mic Darbietungen. Irgendwann kamen auch Bente und Francois vorbei, wobei letzterer wegen schlechter Laune bald ins Bett ging. Da mittendrin auch Randal verschwand, unterhielten wir uns mit seinem Kumpel Enetz, ein Baske der sehr gut deutsch spricht.

Randal tauchte dann doch wieder auf und wir hatten einen lustigen Abend zu viert, bis erst Bente und dann Randal ins Bett gingen. Randal und ich verabschiedeten uns noch ein weiteres mal und wer weiß vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja doch noch einmal, auch wenn er erst einmal nach Myanmar geht. Ich quatschte dann noch mit Enetz bis mal wieder die Bar schloss und ich ins Bett ging.

Am nächsten Morgen trafen wir uns alle zum Frühstück und dann hieß es Abschied nehmen von Bente, Daniel und Nico. Ich ging dann mal wieder ins Krankenhaus und unterhielt mich noch mit Francois, der mir ein weiteres mal versprach mit mir zu reisen. Abends ging dann ein Unwetter über Pai nieder und es folgte ein Stromausfall. So war es unmöglich sich mit Francois und Janneke, Christine und Matt, die heut aus Chiang Mai ankamen, zu verabreden. Also ging ich einfach los und fand sie in einem Burger-Laden. Es hat schon was im Kerzenschein seinen Burger zu essen. Und dann war der auch noch grenzgenial gut und die Pommes erst. Anschließend ging es dann wieder in die Yellow Sun und dann ins Buffalo’s, bevor ich mich dann ins Bett verabschiedete.

Pai
rainy day
I am not missing out anything
nice burger place
I am not missing out anything
really good
I am not missing out anything
so true

Der nächste Tag brachte wieder das übliche… Frühstück, Krankenhaus, abhängen und abends mit den anderen treffen. An diesem Abend war in Pai noch ein Straßenfest und ich aß mich einmal quer durch die Streetfoodstände, bis Matt an mir vorbei raste und mir nur zurief „Meet in the Spirit House“. Bloß doof wenn man nicht weiß, wo das ist.

Also rannte ich einmal die Straßen ab und war erfolglos, traf dabei aber meine Krankenhaus-Bekanntschaft und der konnte mir dann auch den Weg zum Spirit House verraten. Also die enge Gasse hätt ich nie gefunden. Dort war Matt mit vielen Unbekannten. Irgendwann kam noch Alex, den ich kurz aus Chiang Mai kannte. Außerdem tauchten die anderen auch noch auf. Als der Laden mal wieder schloss, zogen wir in die Yellow Sun weiter, bis auch die zumachte. Dann in die Raggae Bar und dann wollten alle in die Sunset Bar und ich ging heim.

Pai
spirit houses

Es hieß diesmal wieder früh aufstehen, denn ich wollte noch ins Krankenhaus, bevor ich Pai den Rücken kehrte. Da Francois mich mit Rucksack schleppen, sowie auch mit zusammen reisen hängen ließ, fragte ich meine Bungalow-Besitzer, ob sie mich schnell zur Busstation fahren könnten, denn selber tragen war unmöglich.

An der Busstation traf ich dann Francois, der mich mehr oder minder ignorierte. Da er den Local Bus nahm, fuhr ich vor ihm ab und er sagte nicht einmal Good Bye. Naja auf so’ne Leute kann ich echt verzichten. Im Bus hatte ich das Glück einem Pärchen eine Reisetablette abzuschwatzen, da ich meine nicht fand und dann ging es los nach Chiang Mai. Auf der Hinfahrt waren mir die vielen Schlaglöcher gar nicht so bewusst gewesen, aber diese wirkten sich echt negativ auf mein Bein aus und so war ich froh nach 3 Stunden endlich in Chiang Mai anzukommen.

Eigentlich war es ja fast schade Pai zu verlassen, die kleinen Streetfoodstände, an denen ich am Ende persönlich begrüßt wurde, die lässigen Bars und die vielen lieben Thais zu verlassen. Durch meine Verbände wurde ich wirklich ununterbrochen angesprochen und jeder war schockiert von meinem Unfall. Aber letztendlich hat Chiang Mai ein besseres Krankenhaus und außerdem läuft mein Aufenthalt in Thailand in wenigen Tagen ab. Zeit weiterzuziehen…

…..up next Chiang Mai 2.0 …..

3 thoughts on “I am not missing out anything”

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