Koh Phi Phi

Am letzten Abend in Krabi ging es mal wieder auf den Markt. Der Wochenendmarkt war leider abgebaut worden, aber dafür gab es einen Platz weiter den Wochenmarkt und so bekam ich mal wieder mein cheap Street Food. Leckeres Pad Thai und natürlich meinen täglichen Fruit Shake, dieses mal Banane Limette. 🙂 Im Hostel unterhielt ich mich dann noch eine Weile mit Angela, einer sehr netten Neuseeländerin. Außerdem buchte ich meine Fähre für 13 Uhr und packte mein Zeug zusammen.

Am nächsten Morgen holte ich meine Sachen aus der Wäscherei und war völlig verblüfft, dass sie selbst meinen Stoffbeutel mitgewaschen hatten. Danach packte ich alles zusammen und checkte aus und setzte mich in die Lobby bis endlich der Abholservice kam. Wir wurden in einem offenen „Bus“ zum Ferry-Terminal gefahren und durften dort erstmal warten. Dort lernte ich dann eine Deutsche kennen und wir unterhielten uns darüber, was uns wohl auf Phi Phi erwarten würde. Als es dann nach einer gefühlten Ewigkeit auf die Fähre ging, waren wir beide von unseren Reisetabletten so müde, dass uns die Augen nur so zu fielen.

Nach gut 2 Stunden erreichten wir Phi Phi und mit einem mal kam aus der Menge ein Ruf. „Hey your friend is waiting for you“ und ich folgte instiktiv und fand so Bruna, die geschlagene zwei Stunden auf mich gewartet hatte. In der Zeit war sie aber nicht untätig gewesen und hatte sich schon nach einem netten Bungalow für uns umgehört, den wir dann auch buchten. Dann kam jemand mit einem Karren vorbei lud unsere Rucksäcke auf und wir folgten ihm durch das Straßenwirrwarr von Phi Phi. Irgendwann hielt er an und wir stiegen auf einen Mini-Laster um. Dieser fuhr mit uns eine wirklich sehr winzige Straße den Berg hoch bis zu unserem Bungalow. Eins stand fest, wir sind definitiv am Arsch der Welt.

Wir relaxten dann erst einmal bevor wir wieder runter gingen um uns was zu Essen zu suchen. Auf dem Weg nach unten kamen wir am Phi Phi Hostel vorbei und Bruna und ich wollten mal einen Blick in die Zimmer werfen, da wir nicht umbedingt dort oben bleiben wollten. Leider war dies nicht möglich, da alle Räume belegt waren und erst am nächsten Tag was frei werden würde. Auf dem Weg aus der Anlage rief mit einem mal einer „Grias euch“ und ich drehte instinktiv um und fragte den Typen, ob ich denn mal in sein Zimmer schauen dürfte. Er ließ uns und wir hatten nun einen Eindruck gewonnen. Bruna war völlig fasziniert, dass ich es geschafft habe in ein Zimmer schauen zu können.

Beim Essen kamen dann Jeremy und Ival hinzu, zwei Cousins, der eine wohnt in Spanien und der andere in Belgien. Bruna kannte die zwei von Koh Tao. Zusammen gingen wir dann in die Banana Bar und genossen dort den kühlen Wind und das gute thailändische Bier. Irgendwann machten wir uns dann auf den steilen Heimweg, denn lustiger Weise schliefen die zwei auch bei uns in der Anlage. Auf unserem Heimweg dröhnte uns dann die Musik der Beachparty entgegen und da diese beim Phi Phi Hostel fast unerträglich laut war, beschlossen wir doch in unserem Bungalow zu bleiben.

Als wir dann ins Zimmer kamen hatten Bruna und ich Besuch, Lizards. Aber solange sie draußen vor der Tür waren oder maximal schnell durch das Badezimmer huschten, konnten wir mit ihnen leben. Naja okay uns blieb ja auch nichts anderes übrig.

In der Nacht fing es dann an heftig zu gewittern und der Regen trommelte nur so auf unser Blechdach. Ich quälte mich um 11 Uhr aus dem Bett um uns noch zwei weitere Nächte zu sichern und dann anschließend wieder schlafen zu gehen. Das Wetter war mies und somit gab es keinen Grund für uns aufzustehen.

Wäre nicht der Hunger gewesen, wären wir wohl nicht mal um halb 2 aufgestanden. Also ging es dann mal wieder runter und unser netter Weg hatte sich in einen kleinen Wasserfall verwandelt. Wir aßen was und ließen die Zeit verstreichen, da es unaufhörlich regnete. Zum Nachtisch gönnte sich Bruna an einem Rotee und während ich auf sie wartete, lief mir Tom über den Weg. Wir hatten uns nur einige Minuten in unserem Hostel in Krabi unterhalten und doch wiedererkannt. Aber leider musste er zur Arbeit, denn mittlerweile war es fast Abend.

Da der Regen aufgehört hatte, konnten wir doch noch unseren Tagesplan umsetzen. Aber vorher gingen Bruna und ich lost. Irgendwie haben wir es in dem Straßenwirrwarr geschafft nicht mehr zu wissen, wo wir sind. Als wir dann so hilflos rumstanden, sprach uns jemand von einer Tauchschule an und bei der Gelegenheit bekamen wir neben einer Wegerklärung auch noch einen Blick in die Tauchangebote. Wir trafen uns danach mit den Jungs und schon ging es hoch zum View Point Sonnenuntergang schauen. Zum Glück war es nicht so heiß und der Anstieg halbwegs erträglich.

Koh Phi Phi
view
Koh Phi Phi
the sunset at Railay was nicer
Koh Phi Phi
Koh Phi Phi Leh
Koh Phi Phi
just me
Koh Phi Phi
foggy beauty

Danach ging es dann erst einmal duschen bevor wir dann wieder los wollten. Es ging zum gemeinsamen Abendessen und zur Abwechslung gab es mal Burger und sie waren auch noch gut. Da ich keine Lust auf die Banana Bar hatte, überredete ich die anderen in die Kongsiam Bar zu gehen. Hier sang ein Thai den ganzen Abend live und es war genial. Randal hatte mir den Tipp mit der Bar gegeben und von ihm hab ich auch erfahren, dass der Sänger bei X Factor dabei war. Bruna kannte fast keinen der Songs, denn anscheinend läuft in Brasilien ganz andere Musik im Radio und sie stellte fest, dass sie wohl was verpasste.

Koh Phi Phi
awesome live music

Anschließend gingen wir dann zum Strand, denn so eine Beachparty muss man einfach erleben, glaubte ich. Aber die Musik war mies, fast alle waren zu betrunken und so machte das ganze wenig Spaß. Eine gute Sache hatte es aber, denn hier erzählte mir ein Brasilianer, dass er sich mit seinen Kumpels ein Long Tail Boot geliehen hatte und mit ihnen zusammen für 1500 Baht nach Phi Phi Leh gefahren ist und das etwas abseits der Massen. Um halb 2 endete dann die Musik und wir gingen heim.

Mal wieder schliefen wir bis nach 12, aber im Gegensatz zum Vortag war das Wetter besser. Bruna und ich packten unser Zeug, denn heute wollten wir auch zum „The Beach“. Zuvor gab es eine kleine Stärkung und zur Abwechslung mal einen Pineapple Lassi.

Thai Food
Yummy

Zusammen mit den zwei Jungs ging es  zum Strand, wo uns direkt ein älterer Thai sein Boot anbot. So fuhren wir auch für 1500 Baht rüber. Erster Stopp Monkey Island! Um aus dem Boot zu kommen, bat ich Bruna mein Wasser zu halten und kaum waren wir am Strand hatte ein Affe Bruna auch schon das Wasser entrissen und in Null Komma Nix aufgedreht und war am trinken. Es gab keine Chance die Flasche zurück zu erobern. Da uns aber die teilweise echt aggressiven Affen nicht geheuer waren, wollten wir schnell wieder weg. Aber umweltbewusst wie wir sind, nahmen wir die leere Wasserflasche wieder mit. Unser Thai hatte wohl mit sowas gerechnet, denn er hatte für uns Wasser auf dem Boot.

Koh Phi Phi
Bruna had no chance
Koh Phi Phi
opening the bottle
Koh Phi Phi
..and drinking my good water

Dann ging es rüber nach Phi Phi Leh und wir erreichten eine wirklich traumhafte Bucht. Um an den Strand zu dürfen, hätten wir 200 Baht zahlen müssen. Da ich nicht realisierte, dass es sich um die Maya Bay und damit um DEN einen Strand handelte, entschieden wir uns gegen einen Landgang. Stattdessen gingen wir schnorcheln und genialer Weise war die Ausrüstung dafür an Bord. Wir waren komplett allein in der Bucht und konnten die vielen bunten Fische in Ruhe beobachten. Ich beschloss spontan am nächsten Tag tauchen zu gehen, so fasziniert war ich.

Koh Phi Phi
Phi Phi Leh
Koh Phi Phi
entrance to Maya Bay
Koh Phi Phi
The Beach
Koh Phi Phi
crystal clear water
Koh Phi Phi
and colorful fishes

Danach ging es in die nächste Bucht. Leider war es hier nicht ganz so leer. Jeremy und Ival holten vom Meeresgrund einen Seeigel und dabei handelte sich Ival mal direkt einen Stachel ein. Danach ging es weiter um die Insel herum und wieder zurück. Auf der Rückfahrt stoppten wir noch einmal, denn die zwei wollten unbedingt Cliff jumpen. Wir zwei Mädels blieben dann doch lieber an Bord und machten Fotos und Videos von der Aktion. Dann war unser toller Ausflug auch schon zu Ende, aber es hatte sich definitiv gelohnt.

Koh Phi Phi
the next bay
Koh Phi Phi
sea urchin
Koh Phi Phi
so clear
Koh Phi Phi - It's may be a hate love
and so many fishes
Koh Phi Phi
caves, where people live in
Koh Phi Phi
end of the trip
Koh Phi Phi
Koh Phi Phi
Koh Phi Phi Don

Dann ging es mal wieder hoch zum Bungalow und duschen. Ich brach aber schnell auf, denn ich musste mir noch ein Busticket nach Bangkok besorgen und tauchen wollte ich ja auch noch. Also erst einmal Busticket kaufen. Genialer Weise gab es einen Nachtbus und so musste ich erst die Fähre um 15 Uhr nehmen, also blieb Zeit genug zum Tauchen. Auf meinem Weg durch die Straßen lief mir, oh Wunder mal wieder Tom über den Weg und ich versprach ihm heute Abend auf ein Bier bei ihm reinzuschauen.

Danach steuerte ich die Tauchschule an und wurde auch schon von Seth wiedererkannt. Wir quatschen eine halbe Ewigkeit und ich entschloss mich zwei Tauchgänge für meinen Advanced Open Water zu machen. Ich hatte gehofft, dass ich den splitten könnte und nutzte somit die Chance. Ich entschied mich für den Pflichttauchgang auf 30m und für den Buoyancy-Tauchgang. Wir suchten mir auch noch meine Ausrüstung zusammen, damit am nächsten Tag dafür keine Zeit draufging. Der einzige Nachteil ich musste heute Abend noch Theorie lernen und am nächsten Tag um halb 8 auf der Matte stehen.

Anschließend ging ich in ein Restaurant und wartete auf die anderen drei und nutzte die Chance zu lernen. Aber nicht ohne dabei einen Fruitshake zu trinken, heute Blueberry.

Thai Food
today blue berry

Nach dem Essen gingen wir in die Bar, wo Tom arbeitete. Wir tranken ein Bier und spielten zusammen ne Runde Pool. Da es uns aber in dem Laden zu heiß war, gingen wir wieder. Ich unterhielt mich noch mit Tom und er schwärmte mir von der Insel vor und wie toll es ist hier zu arbeiten. Aber ich konnte es mir jetzt nicht so toll vorstellen den ganzen Tag besoffene Leute um mich rum zu haben, aber wenn er meint. Wir verabschiedeten uns und tauschten noch schnell die Facebook-Namen, damit wir in Kontakt bleiben konnten. 

Wir vier gingen dann weiter und die Jungs wollten unbedingt Thai Boxen. Da die Leute nur auf sowas warteten, steckten sie die zwei direkt in den Ring. Nach dem Kampf ging ich dann auf’s Zimmer, denn es war schon Mitternacht und mein Rucksack wollte noch gepackt werden. Das dauerte eine halbe Ewigkeit und so ging ich erst um halb 2 schlafen.

Thai Boxing
the battle of two cousins

Die Nacht über hatte es mal wieder geregnet, aber zum Glück war es trocken als ich mit Sack und Pack los stiefelte. In der Tauchschule stellte ich mein Zeug ab und besorgte mir erst einmal Frühstück, btw zum ersten mal auf Phi Phi.

Während ich noch aß, kam Stefan zu mir, mein Dive Instructor und ich hatte ihn ganz für mich allein. Wir gingen kurz die Theorie zum Deep Dive durch und dann ging es schon auf’s Boot. Durch das schlechte Wetter in der Nacht war die See ganz schön rau. Wir steuerten mit dem Boot die zwei kleinen Insel hinter Phi Phi Leh an und Stefan und ich gingen als erstes ins Wasser. Der Abstieg ging fast ohne Ohrprobleme und so fanden wir uns recht schnell auf 30m wieder.

Unten spielten wir ne Runde Stein-Schere-Papier um sicher zu stellen, dass unser Hirn noch gescheit arbeitete und wir keine Stickstoffvergiftung hatten. Außerdem füllte er noch eine Flasche hier unten mit etwas Luft und Wasser um mir dann zu zeigen, was später passiert. Da man in der Tiefe mehr Luft verbraucht, blieben wir nicht so lang unten. Bei 5m machten wir dann natürlich den Safety-Stopp (auf 5m entweicht der Stickstoff besser) und Stefan hakte mich ein, da ich irgendwie immer aufsteigen wollte. Oben angekommen, öffnete er dann die mittlerweile aufgeblähte Flasche und der Deckel flog nur so davon. Aber umweltbewusst wie wir nun mal sind, schwamm Stefan den Deckel holen.

An Bord hieß es dann warten, denn man muss auch recht lang nach einem so tiefen Tauchgang über Wasser bleiben, ansonsten wird der nächste Tauchgang umso kürzer. Leider war das Meer immer noch unruhig und ich wurde kurz vor dem nächsten Tauchgang leicht seekrank. Stefan zog mir nur schnell alles an und schon ging es ins Wasser damit ich mich besser fühlte.

Beim zweiten Tauchgang wurde meine Buoyancy verbessert. Es geht darum, dass man wenn man einatmet aufsteigt und wenn man ausatmet runter geht und das man seine verdammten Hände bei sich behält. Alles nicht ganz so einfach, aber mit jeder Übung wurde ich besser und Stefan war sehr zufrieden mit mir. Nach den Skills ging es dann zu einem riesigen Stahlgestell. Hier gab es so viele Fische auf einem Haufen. Außerdem sahen wir noch einen kleinen Stachelrochen und  eine Muräne. Aber leider wieder keine Schildkröten und (zum Glück) auch keine Haie. Damit war aber auch schon der Tauchgang zu Ende und wir gingen nach 49 Minuten wieder an Bord.

In der Tauchbasis füllten wir noch mein Log Book aus und sahen uns zusammen die GoPro Videos an. Ich ging dann duschen und kaum war ich draußen, kam Bruna und wir gingen ein letztes Mal zusammen essen. Dann hieß es auch schon Abschied nehmen, denn sie wird die restlichen Tage noch im Süden verbringen während ich in den Norden gehe. Aber wenn ich nach Brasilien gehen sollte, besuch ich sie und das gleiche gilt umgekehrt.

Auf dem Weg zur Ferry lief mir natürlich wieder Tom über den Weg. Zu meiner Überraschung verließ er mit mir die Insel. Wir unterhielten uns über Phi Phi und er meinte es ist eine Hassliebe. Phi Phi ist eine tolle Insel, aber das Paradies ist so bedroht und teilweise schon zerstört und wenn man die ganzen Partys mitmacht, braucht man danach Urlaub bzw wird selbst zerstört. Tom schrieb an Bord dann sein Reisetagebuch und ließ es mich lesen. Man dem Jungen ist echt viel auf der Insel passiert….kein Wunder das sie ihn so geschafft hat.

Koh Phi Phi - It's may be a hate love
exhausted Tom

In Krabi gingen wir dann getrennte Wege, er nahm ein Taxi nach Krabi und für mich ging die Reise weiter nach Bangkok, wo ich Randal wiedertreffen wollte.

…..coming up next Bangkok 2.0 …..

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