Wanderung zum Seebensee

Nachdem die ersten Tage in Garmisch mehr oder minder komplett verregnet waren, verhieß der Wetterbericht für den heutigen Tag bis zum frühen Nachmittag keinen Regen und es sollte sogar die Sonne scheinen. Somit war klar, heute war der Tag der Tage und wir konnten endlich die geplante Wanderung zum Seebensee und zur Coburger Hütte starten.

Wir standen noch vor dem Sonnenaufgang auf und machten uns auf dem Weg in Richtung Ehrwald Tirol. Es war nicht eine Wolke am Himmel und man konnte die Zugspitze zum ersten Mal, seitdem wir hier waren, sehen.

Wir parkten das Auto auf dem Parkplatz der Ehwalder Almbahn und liefen los. Da die Hauptsaison noch nicht begonnen hatte, fuhr die Almbahn noch nicht unter der Woche und so mussten wir erst einmal steil den Berg hinauf auf die Ehrwalder Alm laufen.

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Oben angekommen bahnten wir uns unseren Weg in Richtung Seebensee. Außer uns war gefühlt niemand hier. Im Wald sahen wir sogar ein Reh. Kurz vor dem See hatte man dann den perfekten Blick auf die immer noch wolkenfreie Zugspitze, aber die ersten Wolken waren schon in Sichtweite.

Am See angekommen waren wir allein und konnten so ganz ungestört Fotos vom See und der sich spiegelnden Landschaft machen.

Aber der Seebensee war nicht unser Endziel, denn wir wollten noch zur Coburger Hütte hinauf. Diese liegt etwa 300m über dem Seebensee und der Weg dorthin führt ziemlich steil den Berg hinauf. Da die Wolken sich immer mehr verdichteten, lief ich schon einmal vor um den Drachensee, der unterhalb der Hütte liegt, vielleicht noch halbwegs wolkenfrei zu erreichen.

Nachdem auch Marcel oben angekommen war, tranken wir zusammen eine heiße Schokolade und entschlossen uns auf direkten Wege wieder hinunter zulaufen, denn für den Weg über den Tajatörl schien das Wetter nicht lange genug zu halten.

Also liefen wir den gleichen Weg wieder zurück. Mit dem einzigen Unterschied, dass mittlerweile doch einige andere Wanderer hier unterwegs waren.

Auch mit dem Wetter sollten wir recht behalten, denn auf den letzten Metern fing es tatsächlich wieder an zu regnen. Erst nur leicht, aber als wir dann schon im Auto waren, regnete es richtig heftig – zum Glück waren wir rechtzeitig losgelaufen.

Abends gingen wir dann Bayerisch essen und auch wenn Marcels Essen gut war – meine Kas‘ Spatz’n waren ein glatter Reinfall.

Auch am nächsten Tag sollte das Wetter gut werden. Aber trotzdem war die Zugspitze in Wolken gehüllt.

Seebensee - Mirror in perfection
balcony view

So entschlossen wir uns mit der Alpspitzbahn auf die AlpspiX zu fahren. Hier gab es eine Aussichtsplattform. Wir beobachten anschließend noch ein paar Paraglider, bevor wir entlang der „Wanderautobahn“ liefen.

Da so der Weg zur Kreuzeckbahn ziemlich langweilig war, bogen wir einfach ab und bahnten uns unseren Weg über kleinere Wanderwege zur Kreuzeckbahn. Auf den Wegen waren wir auch direkt wieder allein.

Nachdem wir wieder im Tal waren, entschlossen wir uns hinüber nach Mittenwald und zum Karwendelgebirge zu fahren. Leider war das Karwendelgebirge komplett in dicken Wolken gehüllt und so sahen wir davon ab, mit der Bahn hinauf zu fahren.

Also liefen wir durch das zwar schöne, aber mega touristische Mittenwald. Wir holten uns in einem Café – leider gar nicht mal tollen – Kuchen und fuhren wieder zurück nach Garmisch.

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Am nächsten Tag war das Wetter wieder zu schlecht für eine längere Wanderung und so schauten wir, was man noch so in der Umgebung machen konnte. Auf deutscher Seite fand sich nichts mehr, was uns interessierte und so fuhren wir nach Tirol, genauer gesagt in Richtung Reutte.

Seebensee - Mirror in perfection
not the best weather today

Eigentlich wollten wir auf die highline179 – eine Hängebrücke in 114m Höhe, die über die Bundesstraße 179 führt. Da aber alle Berge in der Umgebung aufgrund von Wolken nicht zu sehen waren, fuhren wir weiter und zwar zu den Stuibenfällen, denn wenn was geht bei schlechtem Wetter, dann sind es Wasserfälle.

Wir machten eine Rundwanderring entlang des Flusslaufs und den Wasserfällen. An einem Wasserwerk, was das Ende des Plansees markiert, wechselten wir die Seite und liefen auf der anderen Seite deutlich oberhalb des Flusslaufs zurück. Auch hier war einmal mehr wirklich wenig los und wir sahen auch wieder ein Reh. Aber auch diesmal regnete es ein wenig.

Auf dem Rückweg stoppten wir noch an einem Bäcker in Reutte und holten uns den wohl besten Kuchen der ganzen Woche.

Und so endete auch schon unsere Woche Wandern in Garmisch bei eher mittelmäßigem Wetter. Am nächsten Tag ging es dann direkt wieder heim.

Kosten kurz und kompakt:

Transport: 130€ gingen für Benzin drauf

Unterkünfte: 672€ – kostete uns die Woche in der wirklich schönen und großen Ferienwohnung

Eintritte/Touren: 68€ kosteten uns die Partnachklamm und die Gondelfahrten

Essen: 213,33€ – für Einkäufe und das gelegentliche Essen gehen

Rest: Postkarten, Souvenirs: 24,86€

Somit kosteten 8 Tage Wandern n Garmisch Partenkirchen 1108,19€. Das ergibt pro Person 554,10€ und pro Tag 69,26.

…..up next Meran…..

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