Unser nächster Ausflug in Istanbul sollte uns nach Balat führen, denn diese Gegend ist bekannt für ihre bunten Häuser. Wir entschlossen uns dieses Mal den Bus zu nehmen. Zudem konnten wir bei uns direkt vor der Tür einsteigen und fuhren einmal komplett durch bis zur Endstation.

Dort liefen wir zuerst zu einem Café. Marcel hatte auf Google Maps die New Zealand Coffee Roasters entdeckt und bei dem Namen war es überhaupt keine Frage, ob wir dahin gehen würden. Wir bestellten uns jeder einen Flat White und dazu einen Brownie, denn der sah wirklich vielversprechend aus. Dann gingen wir hoch und fanden zwei Sessel, die irgendwie fast an den Pub in Hobbiton in Neuseeland erinnerten. Als unsere Bestellung kam, waren wir freudig überrascht, denn die Brownies waren richtig gut. Auch der Flat White war gut, was fast eine Seltenheit geworden ist, denn viele Cafés wissen schlicht und ergreifend nicht, was ein Flat White ist, obwohl er auf der Karte steht.

Nachdem wir fertig waren, liefen wir zu den ersten bunten Häusern und machten ein paar Bilder. Dann ging es weiter und wir trafen auf immer mehr Touristen, die hier auf der Suche nach dem perfekten Instapic waren. Für uns ging indes der Weg weiter durch die Gassen und wir fanden sogar ein wenig Streetart hier und da. Anschließend fuhren wir wieder zurück zu uns. Eigentlich wollten wir noch in die Moschee, doch ich war absolut nicht dafür gekleidet. Zudem standen die nächsten Gebetszeiten kurz bevor, weswegen wir den Moscheebesuch verschoben.

Somit holten wir diesen bei unserem nächsten Ausflug nach. Um zur Süleymaniye-Moschee zu kommen, nahmen wir wieder den Bus und mussten danach noch ein ganzes Stück laufen. Die Moschee war deutlich leerer und der Teppich dort wie immer super kuschlig. Aber auch die Aussicht von der Moschee lohnte den Besuch definitiv.

Für uns ging es dann weiter zum Fähranleger, wo wir dank unserer Istanbul Card direkt durchlaufen konnten. Das Boot startete direkt und damit unsere Fahrt über den Bosporus, irgendwie unglaublich so einfach zwischen zwei Kontinenten zu wechseln. Auf der anderen Seite gingen wir in Asien im Stadtteil Kadiköy an Land. Dort waren viele Geschäfte, wo man einkaufen konnte. Wir wollten hingegen erst einmal einen Kaffee und gingen zu Starbucks. Aber die hatten einfach keinen einzigen der Eiskaffees, die wir wollten. Also ging es weiter zum nächsten Starbucks, wo wir erfolgreich waren. Dann liefen wir noch ein wenig durch den Stadtteil und aßen noch etwas, bevor wir mit der Fähre und dem Bus wieder zurückfuhren.

Die restliche Zeit in Istanbul blieben wir bei uns in der Gegend. Wir fanden ein neues Stamm-Café, in dem der Iced-Mocha schmeckte, als sei es ein Cà phê sữa đá direkt aus Vietnam. Zudem gönnten wir uns zum Frühstück einmal Meze und bekamen einen voll gedeckten Tisch. Wir schafften es sogar fast alles aufzuessen.

Damit das ganze gute Essen sich aber nicht auf unsere Hüften niederschlug, gingen wir einfach jeden zweiten Tag an der Promenade joggen. Abends sind wir nur selten essen gegangen, denn wir aßen fast immer Salat. Das Gemüse gab es entweder auf dem Markt oder bei den kleinen Gemüseläden. Dazu holten wir Käse und Oliven aus dem Delikatessengeschäft. Ebenso deckten wir uns auf dem Markt mit riesigen Melonen, Kirschen, Pfirsichen und Feigen ein. Gefühlt wird in Istanbul nur das verkauft, was gerade Saison hat und auch hier vor Ort wächst. Ein prall gefülltes Obstregal mit erotischen Früchten gab es hier nicht und wir vermissten es auch gar nicht, denn die Feigen und die Wassermelonen schmeckten viel zu gut. Obendrein war jeder zweite Laden bei uns ein Bäcker. Dort gönnten wir uns immer wieder Baklava oder eine Variation davon als Dessert.

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