Am nächsten Morgen ging es mit dem Taxi zum Pier, wo wir schon sehnsüchtig erwartet wurden. Wir waren die einzigen, die die Info hatten, dass das Boot später abfuhr, und so waren alle schon bereit. Wir mussten schnell unser Gepäck durch den X-Ray schicken und dann aufs Taxiboot. Jedoch hatte Marcel seine Wasserflasche ebenfalls durch den X-Ray geschickt, da er das Schild überlesen hatte, wo draufstand, dass sie rausgenommen werden sollte, und nun tropfte es nur so aus seinem Rucksack. Da dort seine gesamte Technik drin war, holten wir schnell alles raus, kippten das Wasser aus dem Rucksack und packten schnell alles ein. Dann ging es mit dem Taxiboot auf das eigentliche Boot.

Da wir mit die Letzten waren, gab es nur noch Plätze in den vorderen Reihen. Dort zirkulierte die Luft kaum und man saß so tief, dass man durch die Fenster nicht den Horizont sah. Ich starrte die ganze Fahrt nur auf die Wolken und überlebte so, während andere im Boot sich übergaben.

Als wir in den Hafen von Isabela nach zwei Stunden einfuhren, wurden wir von türkisem Wasser empfangen. Daraufhin ging es ins Taxiboot, welches uns zum Steg brachte. Dort mussten wir 10 $ Eintritt zahlen. Für uns ging es zu Fuß weiter zu unserem Hotel, wo wir direkt einchecken konnten. Wir legten kurz die Füße hoch und dann ging es ein Menu del Dia essen.

Danach zogen wir uns die Badesachen an und liefen zur Concha de Perla. Dies ist ein kostenloser Snorkeling-Spot in der Nähe des Hafens. Dort sahen wir einige Fische im Wasser. Nach dem Schnorcheln erkundeten wir uns bei den Tour Agencys nach den Preisen für die Tuneles Tour und buchten später eine. Am Abend liefen wir noch zu den Ponds in der Nähe von Puerto Vallamil (dem Hauptort) in der Hoffnung Flamingos zu sehen. Doch leider sahen wir keine. Also ging es zum Strand, um unseren ersten Sonnenuntergang seit einer halben Ewigkeit zu genießen. 

Am nächsten Morgen klingelte unser Wecker ganz früh, denn wir wollten direkt in der Concha de Perla schnorcheln gehen. Also zogen wir uns die Badesachen an, schnappten uns das Schnorchelzeug und los ging es. Dabei wurden wir dieses Mal mit einer School von Devil Rays im Wasser belohnt.

Zurück in der Unterkunft gab es erst einmal Frühstück. Danach packten wir unsere Rucksäcke und liehen uns zwei Fahrräder aus. Mit denen wollten wir heute zur Wall of Tears. Dafür passierten wir zuerst die Ponds, wo wir jedes Mal anhielten, um nach Flamingos Ausschau zu halten. Doch leider sahen wir keine. Weiter ging es entlang des einfach nicht enden wollenden Sandstrandes bis wir zum Beginn des eigentlichen Weges kamen, wo wir uns registrieren mussten. Dann ging es weiter und die Stopps mehrten sich. Auf der einen Seite gab es immer wieder Ponds und auf der anderen Seite Strände, wie den Playa Amor an dem unzählige Iguanas lagen.

Auf den letzten vier Kilometern hat man theoretisch gute Chancen Schildkröten zusehen, aber wir sahen weit uns breit keine. Doch dann, mit einem Mal sahen wir an einem Picknickplatz neben einer Bank einen Schildkrötenpanzer und fragten uns schon, ob dieser echt sei. Als wir näher kamen, erkannten wir die Schildkröte und machten ein paar Fotos. Ein anderes Paar sah unsere Fahrräder auf dem Hauptweg liegen und stoppte ebenfalls. Nach einer kurzen Pause fuhren wir weiter zur Wall of Tears. Wir liefen einmal zu der Mauer, die an ein ehemaliges Gefängnis erinnerte. Von dort nahmen wir den gleichen Weg wieder zurück.

Jedoch hatten wir auf dem letzten Stück die Stopps ausgelassen, sodass wir diese auf dem Rückweg ansteuerten. Der erste war ein Aussichtspunkt, von wo aus wir die Vulkane und das Meer gleichermaßen sahen. Dann stoppten wir bei weiteren Ponds, jedoch sahen wir weiterhin keine Flamingos. Nachdem wir wieder zurück waren, entschlossen wir uns den Pond hinter der Schildkrötenaufzuchtstation anzusteuern.

Kurz vor der Station merkte ich, dass ich hinten einen Platten hatte. Wir hatten eine kleine Luftpumpe dabei und so versuchte ich den Reifen wieder aufzupumpen, während Marcel kurz weiterfuhr, um zu schauen, ob in diesem Pond Flamingos waren – leider nein. Auch mit dem Aufpumpen hatten wir wenig Erfolg, denn da wir den Stachel, der in meinem Reifen steckte, nicht fanden, entwich die Luft schnell wieder. Also schob ich das Fahrrad zurück zum Laden, was zum Glück nur eine Strecke von 1,5 km war. Da wir die Räder so etwas verfrüht zurückgaben, bekamen wir sogar Geld zurück. Am Nachmittag gingen wir dann noch einmal in der Concha de Perla schnorcheln, da wir so einmal zur Ebbe da waren, jedoch sahen wir weniger als am Morgen.

Am nächsten Tag ging es früh morgens auf die Los Tuneles Tour. Mit dem Boot fuhren wir zuerst 45 Minuten über das Meer, bis wir an unserem ersten Schnorchelspot ankamen. Auf dem Weg sahen wir unzählige Schildkröten ihren Kopf aus dem Wasser stecken. Außerdem stoppten wir einmal, da ein riesiger Mantarochen zu sehen war. Hier im Meer tummeln sich die größten Mantas weltweit und dieser war sicher einer davon. Dann ging es ins Wasser. Dort wimmelte es nur so vor Schildkröten. Diese waren mit Abstand die größten Meeresschildkröten, die wir jemals gesehen hatten. Zudem kreuzten Haie und Rochen unseren Weg. Der Guide fand überdies noch zwei Seepferdchen für uns.

Turle

Im Anschluss ging es mit dem Boot zu den eigentlichen Lavatunnel, doch bevor wir hier ins Wasser sprangen, machten wir erst einmal Fotos von den Pinguinen. Wir hatten Glück, denn eigentlich sind Pinguine zu dieser Jahreszeit schwer zu finden, jedoch ist an diesem Spot das Wasser kälter und so sahen wir die Galápagos Pinguine. Dann sprangen wir ins Wasser und schwammen noch einmal dichter zu den Pinguinen heran. Ebenso sahen wir im Wasser einige Fischschwärme und weitere Seepferdchen.

Im Anschluss fuhren wir durch diese einzigartige Landschaft und gingen dann an Land, wo wir ein paar Blaufußtölpel aus der Nähe beobachten konnten. Unser letzter Stopp der Tour war ein Fels weit draußen auf dem Meer. Dort gab es Nazca Tölpel. Sogar hier sahen wir auf dem Weg noch einmal einen Mantarochen. Sobald wir wieder zurück waren, holten wir uns ein Eis und gingen kurz vor Sonnenuntergang noch einmal in der Concha de Perla schnorcheln, wo wir einmal wieder die Rochen sahen.

Am nächsten Tag starteten wir wieder in aller Frühe mit Schnorcheln in den Tag. Dieses Mal tummelten sich ein paar Seelöwen im Wasser, die um uns herum schwammen. Danach gab es Frühstück. Der restliche Tag verlief ruhig und wir lagen meist in den Hängematten.

sea lion
sea lion and iguana

Nach dem Mittagessen liefen wir noch einmal zu dem Pond hinter der Schildkrötenaufzuchtstation um Flamingos zu sehen und wurden leider enttäuscht. Jedoch sahen wir immer wieder Flamingos in der Luft fliegen und wir waren uns sicher, dass diese im Pond direkt im Ort gelandet sein mussten. Also liefen wir dorthin und sahen sie dort im Wasser stehen. Erst zum Nachmittag gingen wir noch einmal schnorcheln, jedoch war es diesmal ziemlich voll in der Concha de Perla.

Auch den letzten Tag auf Isabela begannen wir mit Schnorcheln. Dieses Mal sahen wir sogar zwei Schildkröten im Wasser, die wir ganz für uns alleine hatten. Nach dem mittäglichen Menu del Dia statteten wir den Flamingos noch einen Besuch ab. Danach ging es auf eine weitere Tour. Wir fuhren mit dem Boot zu den Tintoreas. Hier ging es zuerst schnorcheln, wo wir Seehunde und einen Stachelrochen sahen. Anschließend liefen wir noch über die Insel und sahen ein paar Iguanas und Seelöwen, bis es wieder zurück ging. Direkt danach liefen wir zum Strand, um unseren letzten Sonnenuntergang auf Isabela zu genießen.

…..up next San Cristóbal…..

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