Can Tho Boots Tour

Da wir viel schlimmes über die Busse in Vietnam gehört haben, in die man nach dem Grenzübertritt in Vietnam gesteckt wird, haben wir uns entschlossen nur einen Bus bis Ha Tien zu buchen. Hierbei entschieden wir uns für Kampot Travel, da die Konkurrenz Minivans benutzt bei denen man gegen die Fahrtrichtung sitzen darf. Wir wurden dann auch pünktlichst um 9 Uhr von einem Bus abgeholt und hatten schon Hoffnung, dass wir pünktlich loskommen. Wir drehten dann aber unzählige Runden durch die Stadt und holten immer mehr Leute ab, so dass wir erst gegen halb 11 los kamen. Anschließend ging es nach Kep, wo einige aus- und einstiegen.

Gegen 12 Uhr erreichten wir endlich die Grenze und es kam wer in den Bus der gegen eine Servicegebührvon 1 $ die Grenzformalitäten erledigen würde. Während die meisten mal wieder so „doof“ waren und ihren Pass abgaben, stiegen wir aus und mussten erstmal suchen, wo sich die Grenzbeamten versteckten. Wir gingen dann in das große Gebäude und fanden dort auch wen. Irgendwie wurden dann auch unsere Pässe vorgezogen und wir waren im Nu ohne das Zahlen von irgendwelchen Stempelgebühren ausgereist. Dann gingen wir die paar hundert Meter durch das Niemandsland, in dem hier übrigens Casinos stehen, zur vietnamesischen Seite.

Good morning Vietnam
No Man’s land
Good morning Vietnam
the Vietnamese border

Hier war alles voll mit Leuten, da jeder aus den Bussen hier aussteigen musste. Direkt wenn man reinkommt, waren die Leute eifrig dabei gelbe Zettel auszufüllen, medical health check. Wir versuchten dran vorbei zu laufen, aber der Typ schrie uns hinterher. Also holten wir den dummen Zettel und gaben ihn aus Gründen, die uns bis heute noch nicht klar sind, sogar ab und durften für’s Fieber messen 1 $ zahlen. Bei mir hat er eine Temperatur von 37,5° auf der Haut gemessen und meinte nur – pretty hot outside – ach nee… Also man hätte auch locker den Zettel einstecken können um ihn nie wieder abzugeben, denn es interessiert niemanden.

Dann versuchten wir am Check In Schalter unsere Pässe abzugeben, hatten aber gegen die Stapel von den Leuten aus dem Bus keine Chance. Da aber unser Bus spät dran war um die Fähre zu erwischen, sammelte das Mädel, welches bei uns alle Pässe hatte, unsere auch noch ein und gab sie mit ab. Dann ging das Warten los und irgendwann wurden die Pässe wieder verteilt. Am Grenzposten wurde dann nochmal alles auf seine Richtigkeit überprüft und jetzt waren wir offiziell in Vietnam. Da unser Bus anscheinend kurz vor dem Totalschaden stand, musste dieser dann erstmal angeschoben werden, damit wir weiterfahren konnten.

Wir fuhren dann also nach Ha Tien und hielten zuerst am Fährterminal und anschließend an der Busstation. Da wir aber dachten, dass die Buscompany unserer Wahl (Mai Linh) von woanders abfährt ließen wir uns in der Stadt absetzen, da wir ja auch erstmal Geld brauchten. Also ging es zu erst zum ATM. Dann liefen wir durch die Stadt und uns wollten immer wieder Leute zeigen, wo das Büro von Mai Linh sei, dabei schickten sie uns zu irgendwelchen anderen Anbietern, die uns dann aber zumindest sagten, dass Mai Linh auch von dem neuen Busterminal abfuhr. Also mussten wir irgendwie da wieder hinkommen, denn 4 km in der Hitze waren kaum zu schaffen, denn unsere Zeit lief ab.

Mit einem mal fuhr uns ein Mai Linh Taxi über den Weg und es hieß denen kann man trauen. Aber er weigerte sich sein Taximeter anzustellen und wollte uns für 5 $ fahren. Als wir gerade aufgeben wollten, kam mit einem mal ein Tuktuk an und das, wo es eigentlich keine Tuktuks in Vietnam gibt, nach längerem Hin und Her fuhr der uns dann auch für 3 $ rüber und wir stürmten den Mai Linh Ticketschalter und bekamen für je 60k Dong unser Busticket nach Rach Gia. Wir lagen also noch im Zeitplan, aber knapp.

Wir fuhren in dem gut klimatisierten Minibus nach Rach Gia und kamen fast pünktlich an. Hier wurden wir von Mopedfahrer empfangen und alle redeten auf uns ein. Wir fragten, wo das Ticketoffice von Vu Linh sei und wurden dorthin gebracht. Aus irgendeinem Grund wollte uns die Frau aber kein Ticket für den Bus in 20 Minuten nach Can Tho verkaufen und nun standen wir da. Während die Typen sich auf Marcel konzentrierten und ihm versuchten weiß zu machen, dass wir eine Nacht hier schlafen müssten um am nächsten Tag mit „ihrem“ Unternehmen fahren müssten, ging ich den Busbahnhof nochmal ab um zu schauen, ob ich noch eine vertrauenswürdige Buscompany von meiner Liste fand und siehe da Phuang Trang fuhr von hier und das stündlich.

Ich gab Marcel bescheid und die Typen draußen versuchten nochmal alles uns vom Ticketkauf abzuhalten. Aber ich ging rein und wir bekamen ein Ticket für je 105k Dong nach Can Tho. Wir mussten noch eine halbe Stunde warten bis uns ein Shuttlebus zum anderen Busterminal fuhr. Von hier ging es dann weiter nach Can Tho. Der Bus war halb leer, hatte Wifi und auch sonst war alles super und wir kamen gegen halb 10 in Can Tho an. Hier warteten Moped- und Taxifahrer gleichermaßen auf uns und wieder wollten selbst die Mai Linh Fahrer nicht ihr Meter anstellen.

Also schnappten wir unser Zeug und liefen los. Außerhalb des Terminal standen dann noch zwei Taxis und wir fragten nochmal und der  Fahrer von Mai Linh stellte natürlich sein Meter an und so fuhren wir für 30k Dong zu unserem Hotel. Wir hatten zwar nicht reserviert, aber es war immernoch was frei und wir checkten um 22 Uhr endlich ein, buchten dann aber noch die Tour für den nächsten Morgen, denn wir wollten nur zwei Tage hier bleiben.

Good morning Vietnam
finally a good bus company

Um halb 6 wurden wir abgeholt und zum Pier gefahren. Hier bekamen wir dann Baguettes, Bananen und Kaffee in die Hand gedrückt und wurden mit zwei anderen und einer Führerin ins Boot verfrachtet. Dann ging die Fahrt auf einem Mekongarm los – es gibt neun Hauptarme im Mekongdelta und deswegen heißt der Mekong in Vietnam auch river of the nine dragons. Nach einer halben Ewigkeit kamen wir am Markt an und konnten dem Treiben auf dem Wasser zu schauen. Nebenbei ging dann auch noch die Sonne auf.

Can Tho Boots Tour
selfie
Can Tho Boots Tour
busy here
Can Tho Boots Tour
every boat has got eyes
Can Tho Boots Tour
and on the sticks are the things they sell
Can Tho Boots Tour
some vegetables
Can Tho Boots Tour
making business
Can Tho Boots Tour
many boats
Can Tho Boots Tour
watermelons
Can Tho Boots Tour
pineapple for us

Anschließend fuhren wir zu einer Rice Noodle Factory in der die Touries selber mit anpacken dürfen, so auch wir.

Can Tho Boots Tour
making rice paper
Can Tho Boots Tour
first it’s my turn
Can Tho Boots Tour
than Marcels
Can Tho Boots Tour
same same but different
Can Tho Boots Tour
drying
Can Tho Boots Tour
making the noodles
Can Tho Boots Tour
we haven’t got paid
Can Tho Boots Tour
thin noodles

Dann fuhren wir zu einem zweiten kleinen Markt an dem fast nichts los war. Hier schnappte sich dann unser Guide – eine 20jährige Vietnamesin – meinen Sarong und machte ein Fotoshooting. Dann ging es weiter in einige kleinere Seitenarme und weil die Fahrt so lang war, ließen wir uns ein wenig Vietnamesisch beibringen. Die Sprache ist echt kompliziert – ein Wort hat aufgrund der Aussprachemöglichkeiten sechs Bedeutungen.

Bootstour in Can Tho
another market
Bootstour in Can Tho
posing with my sarong
Bootstour in Can Tho
making gifts for us
Bootstour in Can Tho
the other
Bootstour in Can Tho
first
Bootstour in Can Tho
and second one
Bootstour in Can Tho
Vietnamese

Irgendwann ging es dann an Land und sie zeigte uns die verschiedensten Früchte und Kräuter die hier so wuchsen und ließ uns auch eniges probieren. Marcel durfte außerdem noch in einer Fotostory mitwirken, in der er ihr die Haare machte und mein Sarong die Hauptrolle spielte – den hätt ich ihr sicher für 10$ verkaufen können.

Bootstour in Can Tho
at the hair-dresser
Bootstour in Can Tho
first cuty
Bootstour in Can Tho
and than evil
Bootstour in Can Tho
jack fruit
Bootstour in Can Tho
on the river
Bootstour in Can Tho
some papaya
Bootstour in Can Tho
monkey bridge
Bootstour in Can Tho
finally green rice fields

Am Ende landeten wir in einem Restaurant und wurden erst nicht bedient. Dann wurden wir gefragt, ob wir für unsere Fahrerin nicht das Essen ausgeben wollten, was wir ablehnten. Als wir später bezahlen sollten, sollten wir noch was bestellt haben, was wir nie hatten und dann wurde uns mit einem mal eine Rechnung über 100k Dong vorgelegt – das Essen unserer Fahrerin. Natürlich zahlten wir das nicht und hauten entnervt ab, da die Rechnung wahrscheinlich jedem präsentiert wird. Auf der Rückfahrt schlief dann unsere Vietnamesin und wir kamen dann irgendwann am Pier wieder an. Als wir ausstiegen wurden wir von einer anderen Fahrerin fast dazu gedrängt unserer Fahrerin noch einen Tip zu geben. Da wir aber mehr als nur genervt waren, marschierten wir einfach ab und gingen ins Hotel.

Bootstour in Can Tho
water lilly
Bootstour in Can Tho
nice hats
Bootstour in Can Tho
poor and rich

Von hier brachen wir dann später nochmal auf um was essbares zu suchen und fanden zu erst ein Lokal in dem es Fruitshakes gab. Die waren mega lecker auch wenn wir hier einen kleinen Westler Aufpreis zahlten, aber bei 15k beschwer ich mich nicht, falls ich 3k mehr gezahlt habe. Dann fanden wir noch fried bananas und es gab eine Pho, die sau lecker war. Aber auch undefinierbare Fleischeinlagen aufwies, so dass diese nicht vollends gegessen wurden. Am Ende fanden wir noch einen super leckeren Ca Phe Sua Da (Eiskaffee mit süßer Kondensmilch) und das zum locol Preis. Nur schade das in den Dingern immer so wenig drinnen ist. Wir ließen dann von unserem Hotel uns noch zwei Plätze im Bus nach Ho Chi Minh City für den nächsten Tag reservieren und fuhren natürlich wieder mit Phuang Trang.

Good morning Vietnam
a huge chair

Am nächsten Morgen war dann auch nur noch Zeit schnell irgendwo ein Banh Mi (Baguette) einzusacken. Leider fanden wir nur die Wurstvariante, welche nicht die beste ist, und es gab wieder einen guten Kaffee. Dann wurden wir von einer aus unserem Hotel zur Straße gebracht und sie sagte uns noch, das Phuang Trang in Saigon einen free Shuttlebus in die City hat und wir von dort aus dann ein Taxi zu unserem Hotel nehmen konnten. Exakt das taten wir dann auch als wir nach vier Stunden Fahrt in Saigon ankamen.

…..up next Ho Chi Minh City…..

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