Easy is boring, isn't it?!

Vor dem Hug schnappte ich mir einen RedBus, der mich für günstige 50 Baht zum Airport fahren sollte. Aber irgendwie war wie auch schon die Tage zuvor viel Verkehr. Also in den üblichen 10 Minuten würde ich es nicht schaffen, aber ich hatte ja ne dreiviertel Stunde Zeit. Naja aber mein guter Fahrer fährt kreuz und quer durch die Stadt und schmeißt mich am Ende am International Terminal raus. Dumm nur das theoretisch jetzt der Baggage Claim schloss und ich am falschen Terminal war. Also nahm ich die Füße in die Hand und zu meiner Überraschung gab es keine Probleme, denn wie sich später herausstellte hatte mein Flug reichlich Verspätung.

Okay somit bekam ich den ersten Flug nach Bangkok, aber bei der Verspätung könnte es jetzt schon wieder mit der Gepäckaufgabe für den Zweiten eng werden, schließlich handelte es sich diesmal um einen International Flight. Aber ich hatte Glück und es klappte. Es war sogar noch genug Zeit für ein Abendessen, bevor es nach Kuala Lumpur ging.

Easy is boring, isn't it?!
Matcha Green Tea, what else

Dort kam ich dann irgendwann gegen Mitternacht an und im Anflug konnte man Gewitter beobachten. In Kuala Lumpur suchte ich ewig nach bequemen Sesseln und hatte irgendwann das Glück einen abzugreifen. Also baute ich mir aus Sessel, Tisch und Sitzbank ein Bett. Da es so kalt war, deckte ich mir mit meinem Handtuch zu und schlief. Irgendwann gegen 7 Uhr wachte ich auf, machte mich frisch und wollte grad durch den Security Check, als ich sah das mein Flug eine Stunde Verspätung hatte. Also zurück zu nem bequemen Sessel und weiterschlafen. Anschließend ging ich dann durch den Check In und diesmal musste ich glatt meinen Laptop rausholen. Zuvor hatte es immer keinen interessiert. Ich hab sogar mein Wasser mit durchgenommen und nie auch nur irgendwas ausgepackt. Nachdem ich durch war, gönnte ich mir n Muffin und n Kaffee und dann war auch schon Boarding.

Easy is boring, isn't it?!
view over Bangkok
Easy is boring, isn't it?!
KLIA

Ich verschlief mehr oder minder den Flug nach Perth. Als wir angekommen waren, nahm ich meine Füße in die Hand und überholte jeden der nur zu überholen ging und so war ich fast die erste bei der Immigration und dann auch in Australien. Kurz danach wollte wer die Einreisekarte sehen und ich hatte aufgrund meines Matcha Green Teas zur Sicherheit einmal ja angekreuzt. „I have some Green Tea with me. – No sausage? – No! – Are you sure that you have no fresh sausage with you? No Leberwurst? – Yeah I am sure that I have no sausage. – Are you sure? No Leberwurst? – Yeah no Leberwurst.“ Kein Plan warum der Kerl so scharf auf Leberwurst war, aber er ließ mich durch und gab mir vorher n Stempel.

Und auch am Gepäckband war ich die erste – und die letzte. Nach einer halben Stunde kam einfach nichts mehr neues und ich fragte einmal nach. Ich ließ mich von dem guten Herrn dazu überreden noch eine Runde abzuwarten – erfolglos. No Backpack! Ich dachte ernsthaft mein Bad Luck wäre zu Ende gewesen. Also ging ich zu dem Schalter und ließ mein Gepäck als vermisst melden. Auf die Frage, ob ich dann jetzt was von Air Asia bekomme, kam nur ein nein. Zur Belohnung durfte ich mich dann auch noch mit den anderen Reisenden am Zoll anstellen, bei dem ich am Ende als eine der wenigen durchgewunken wurde. Draußen wartete schon Tobias.

Am Flughafen versuchte ich AirAsia zu erreichen, erfolglos. Aber ich fand heraus, dass ich dadurch das ich so schlau war die Versicherung von Air Asia abzuschließen 150 € bekommen sollte und wenn es komplett verloren geht irgendwas über 400 €. Ohne die Versicherung mit Pech gar nichts, da Thailand, wo ich das Gepäck aufgegeben hatte nicht das Montrealer Abkommen unterzeichnet hat und nach dem richtet sich, ob man Airlines haftbar machen kann. Ich schrieb noch eine Mail an die Versicherung und dann kümmerte ich mich um da nächste Problem, wir brauchten noch eine Unterkunft.

Die Wahl fiel auf ein Hostel in Perth zu dem wir fuhren. Unterwegs holten wir Tobias seinen Koffer und mussten anschließend durch die Fußgängerzone laufen. Der richtige Zeitpunkt für einen Kulturschock. Zum einen war von heute auf morgen Weihnachten geworden und zum andern gab es mit einem mal so viele Regeln und die Leute waren im Vergleich so unfreundlich und überhaupt, …es war nicht Thailand. Mir kam es ja selbst komisch vor, dass ich mein Klopapier wieder in die Toilette werfen durfte. Im Hostel bekamen wir ein Doppelzimmer für 55 €. Dafür hätt ich mir in Thailand n ganzen Dorm mieten können. Da ich am Verhungern war gingen wir zum Brass Monkey und wir gönnten uns zwei Burger bevor es ins Bett ging.

Easy is boring, isn't it?!
at least the sunset was nice

Im Hostel gab es zum Glück Frühstück for free. Dann gingen wir in die Stadt, denn ich brauchte dringend Unterwäsche. Die Preise waren echt der Wahn. Außerdem fiel ich in meinem Backpacker Asia Style hier so richtig auf. Später ging es noch in einen Supermarkt, mein erster großer westlicher Supermarkt nach über 3 Monaten – weird! Und so teuer, alles ist so teuer.  Wir fuhren später noch zu einem Park in Perth und ich konnte mich weiter einfach nicht mit der Stadt anfreunden. Zurück im Hostel buchten wir uns noch einen Camper für 900 € ab Montag, also mit dem Preis war ich zufrieden, aber wir mussten noch eine Nacht länger als geplant bleiben. Abends wollten wir wieder ins Brass Monkeys aber Tobias wurde nicht reingelassen und so ging es dann zu nem Dürüm auf die andere Straßenseite.

Easy is boring, isn't it?!
paradise of Sauvignon Blanc

Am nächsten Tag ging es nach Freemantle und dort zum Markt. Ich kaufte eine riesen Tüte Obst für 5 $, also mit dem Preis konnte ich mal leben. Aber für nen Fruit Shake 10$ zu zahlen den ich sonst für 50 Cent bekommen hab. Nein da weigere ich mich diese Preise zu akzeptieren. Nach dem Markt gingen wir zum Gefängnis um es uns von außen anzuschauen.

Perth
Fremantle Prison

Tina war genialer Weise auch seit einem Tag in Perth und ist spontan auch nach Freemantle gekommen. So trafen wir uns, aßen zusammen auf dem Markt und dann kauften wir uns Bier. Singha für mich! Der Verkäufer machte uns noch darauf aufmerksam, dass man in Australien den Alkohol nicht so einfach auf der Straße trinken darf, schon wieder so’ne depperte Regel.

Wir gingen zum Strand, denn dort gab es ein paar versteckte Plätze und genossen unser gekühltes Bier. Mittendrin sah ich, das der Airport mich versuchte zu erreichen. Das konnte ja nur eines bedeuten. Also fuhren Tobias und ich zurück und ich rief vom Hostel aus zurück. Mein Rucksack war da, aber sie konnten ihn erst am nächsten Tag bringen und da wir da starten wollten, sagte ich, dass ich ihn abholen würde. Zum Abendessen gab es dann günstige Pizza Hut Pizza und dann wusch ich mal wieder meine Klamotten durch bevor es ins Bett ging.

Easy is boring, isn't it?!
doing something illegal
Easy is boring, isn't it?!
but the Singha was it worth

Am nächsten Morgen dann die Ernüchterung unser Camper wurde storniert. Wir checkten aus und suchten dann vom Hostel aus nach Campern. Wir hätten einen von Wicket haben können. Sie akzeptierten aber nur Visa oder Master Card und mein Limit würde nicht reichen. Außerdem war ich nicht bereit soviel Geld für ein dummes Auto auszugeben. Aber irgendwann biss ich in den sauren Apfel und überwies mir Geld auf die Karte, dass wir den Camper buchen konnten. Natürlich war der dann weg und es sollte der nächst teurere werden. Wenn es denn sein muss….

Ich organisierte noch eine weitere Hostelnacht bevor ich mich mit Tina in der Stadt traf. Shoppen, Kaffee und am Ende ein kühles Bier und dazu noch jemand, der es gerade auch so teuer findet…perfekt. Am Ende verabschiedeten wir uns und ich ging noch in den Supermarkt. Cole’s kurz vor Ladenschluss ist ein Paradies. Überall sah man die Backpacker auf der Suche nach den Rabatten rumschleichen. Ich beschloss nämlich Abends zu kochen. Zurück im Hostel gab’s dann Rührei mit Tomaten und sau leckeren Brötchen. Irgendwann abends kam dann noch eine Mail, dass wir nun doch einen Camper für den ursprünglichen Preis bekommen sollten.

Easy is boring, isn't it?!
some fancy new clothes
Easy is boring, isn't it?!
Tina and I

Also checkten wir am nächsten Morgen aus und machten uns mit dem Bus auf zu Wicket. Da alles auf meine Kreditkarte läuft, musste ich auch noch als Hauptmieter eingetragen werden. Nach einer halben Ewigkeit und endlosen Abbuchungen von meiner Karte bekamen wir endlich den Camper und zwar sogar einen neuen. Nur leider hat er keine Automatik. Der erste Weg führte uns dann zu einer längst überfälligen Reunion. Ich ging zum Terminal und holte meinen heiß geliebten Rucksack ab. Nur ein Backpacker weiß, wie groß diese Liebe ist und wie sehr man ihn vermissen kann. Ich hatte mir schon ausgemalt nach Bangkok fliegen zu müssen um alles neu zu kaufen. Australien wäre für einen Neukauf der Sachen viel zu teuer geworden. Nachdem auch das abgehakt war, gingen wir noch einkaufen und dann sollte unser Roadtrip beginnen.

Gepäck kam verspätet
true backpacker love

…..up next Road Trip trough WA…..

P.S. Happy New Year !!! Ich hoffe ihr seid alle gut reingerutscht und ich hab einen Vorsatz für euch, nicht nur lesen, auch kommentieren. Es gibt keine dumme Kommentare, denn nur kein Kommentar ist ein dummes 😉 Also schreibt mal was! So seh ich wenigstens nicht nur anhand der Statistik, dass wer mit liest…

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