wandern in Kapstadt

Wir steuerten direkt unsere Air BnB Unterkunft in Kapstadt an. Hier zahlten wir keine 35€ die Nacht und bekamen wohl mit eine der besten Air BnB Unterkünfte, die ich je hatte. Von unserem Zimmer hatten wir den Lion‘s Head und den Tafelberg im Blick. Wir konnten unser Auto kostenlos vor der Tür parken, konnten uns an ihrem guten Kaffee und am Müsli bedienen – kurz um wir sollten uns wie zu Hause fühlen.

The mountains of Cape Town
view from our balcony

Nur Wasser mussten wir sparen. Also nur kurz duschen und nur die Toilettenspülung bedienen wenn es auch zwingend notwendig ist. Natürlich hielten wir uns daran – schließlich droht Kapstadt das Wasser auszugehen.

Aktuell dürfen die Bewohner 50L pro Tag verbrauchen. Aber da viele sich nicht daran halten und kein Ende der Dürre in Sicht ist, droht Kapstadt nach derzeitigem Stand am 21.April das Wasser auszugehen. Dann wir das Wasser abgedreht und an Verteilungspunkten zugeteilt.

Richelle unsere Gastgeberin ist eine leidenschaftliche Hikerin und erklärte uns die besten Routen auf den Tafelberg und wie wir von ihrer Wohnung direkt auf den Lion‘s Head laufen konnten. Eben das war genau unser Plan für den späten Nachmittag. Wir schnürten die Wanderschuhe und los ging es. Das erste Stück ging es relativ gemächlich hinauf. Dann kam man zu einem Punkt, wo man sich entscheiden konnte. Entweder mit Hilfe von Seilen hochklettern – aber ohne Sicherung – oder lieber die Vorderfront hochklettern. Wir entschieden uns für die Vorderfront und es ging eigentlich relativ gut.

Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir oben an und genossen die Aussicht. Da wir aber den Weg nicht bei Dunkelheit gehen wollten, stiegen wir das erste Stück recht zeitnah wieder ab. Wir suchten uns ein windgeschütztes Plätzchen und schauten der Sonne beim Untergehen zu. Da aber am Horizont dicke Wolken waren, brachen wir noch vor Sonnenuntergang ab und gingen zurück. Im Halbdunkel fanden wir den Weg recht gut. Aber wir liefen diesmal zum Parkplatz und somit einen anderen Weg als wir hoch gekommen waren. Jetzt mussten wir noch die nicht beleuchtete Straße runter, bis wir den Bus nehmen konnten. Dank Richelle hatten wir aufgeladene Busfahrkarten.

wandern in Kapstadt
the last part which we have to climb
wandern in Kapstadt
we did it
wandern in Kapstadt
panorama view
wandern in Kapstadt
on the edge
wandern in Kapstadt
Marcel with a view
wandern in Kapstadt
Hout Bay
wandern in Kapstadt
Table Mountain with its 12 apostles

Als wir in der Unterkunft ankamen, ging es auch schon direkt mit dem Auto los. Wir wollten im The Dog’s Bollocks at YARD Burger essen und wenn wir nicht gelesen hätten, dass die Burger hier echt gut waren, wären wir NIE hier hingegangen. Der Laden war wirklich urig und die Burger verdammt gut. Als wir gingen, machte uns die Kellnerin noch darauf aufmerksam, dass das hier nicht die sicherste Gegend sei. Aber wenn wir nicht angsterfüllt aussehen würden, würde uns nichts passieren, was auch so war.

The mountains of Cape Town
awesome burger

Am nächsten Morgen hatte uns Richelle sogar einen Obstsalat zum Frühstück gemacht. Frisch gestärkt entschieden wir uns den Tafelberg zu erklimmen, denn er war gerade frei von Wolken. Also fuhren wir hoch zum Parkplatz und rauf ging es die 600 Höhenmeter über die Platteklipp Gorge. Es gab wirklich genug, die sich hier die Stufen hoch quälten. Oben angekommen hatten wir noch ca. 15 Minuten freie Sicht bevor der Nebel des Grauens aufzog und man nichts mehr sah.

wandern in Kapstadt
our way
wandern in Kapstadt
city view
wandern in Kapstadt
Marcel is taking pictures
wandern in Kapstadt
the clouds are coming

Zu unserer Überraschung hatte hier oben alles zu. Das Café war zu, die Toiletten waren zu und die Seilbahn fuhr mittlerweile auch nicht mehr. Auch wenn man nichts sah, entschlossen wir uns zum höchsten Punkt des Tafelberges dem Maclear’s Beacon zu laufen. Es ging so dahin und wir sahen nichts. Als wir am Maclear’s Beacon eine Pause machten, verzogen sich die Wolken kurz und wir konnten ein wenig was sehen. Auf dem Rückweg riss mit einem mal die Wolkendecke Richtung Süden auf und wir waren überrascht wie weit man von hier sehen konnte. Dann folgte der lange Abstieg und wir waren wirklich froh als wir unten waren.

wandern in Kapstadt
it was cold up there
wandern in Kapstadt
Franzi in the clouds
wandern in Kapstadt
some flowers
wandern in Kapstadt
the clouds are following us
wandern in Kapstadt
some view

Zum Abendessen gingen wir dann zu einem Vietnamesen bei uns in der Gegend und was soll ich sagen – es war verdammt lecker.

The mountains of Cape Town
delicious dinner

An unserem letzten Tag in Kapstadt hatte der Tafelberg nicht eine Wolke. Wir konnten von unserem Fenster aus sehen, wie weit runter die Autos beim Parkplatz der Gondelstation parken mussten. Aber da wir den Punkt ja schon abgehakt hatten, fuhren wir mit dem Bus zur Long Street, tranken hier einen Kaffee und liefen hinunter zur Waterfront. Wir liefen nach über den V&A Food Market und am Yachthafen entlang, aber so richtig mochte der Funke nicht überspringen.

The mountains of Cape Town
the waterfront

Also liefen wir ins Bo Kaap Viertel und freuten uns schon riesig auf gutes leckeres indisch/malayisches Essen. Leider hatte das Restaurant unserer Wahl gerade 2 Reisegruppen da und bot nur Buffet Essen an – nichts für uns. Auch in Bo Kaap mit den vielen bunten Häuschen mochte der Funke wieder nicht überspringen.

The mountains of Cape Town
colorful houses in Bo Kaap

Wir fuhren zurück zu unserer Unterkunft und stiegen ins Auto. Als erstes ging es hinauf auf den Signal Hill, womit wir jetzt auf allen 3 Bergen Kapstadts waren. Dann fuhren wir nach Camps Bay, aber hier schlängelten sich die Autos Stoßstange an Stoßstange durch die Straßen. Während Marcel sich durch den Verkehr quälte, stieg ich zum Fotos machen aus. Wir hatten uns einen Mexikaner in Green Point zum Abendessen ausgesucht und bekamen noch einen Tisch. Das Essen war wirklich lecker.

The mountains of Cape Town
on top of Signal Hill
The mountains of Cape Town
yummy mexican dinner

Gestärkt fuhren wir zum Sunset Beach. Hier drehte gerade eine Popgruppe ein Musikvideo. Aber wir waren hier um den Sonnenuntergang mit Blick auf den Tafelberg zu fotografieren. Naja und der Sonnenuntergang legte sich kurzzeitig richtig ins Zeug und der Himmel war ca. 1 Minute lang komplett pink. Dann tankten wir unser Auto voll. Wobei wir dem Tankwart klar machten, dass er es nur voll und nicht wie sonst üblich bis zur Unterkante des Tankdeckels auftanken sollte.

The mountains of Cape Town
dancing in the sunset
The mountains of Cape Town
at sunset beach
The mountains of Cape Town
colorful

Am Morgen fuhren wir dann zum Flughafen. Bei der Rückgabe des Autos wurde ein Cut im Reifen bemängelt – was vielleicht die Erklärung war, warum das Auto so schlecht auf der Straße lag. Nachdem wir alles geklärt hatten, checkten wir ein und schlugen die Zeit bis zum Abflug tot. Nach einem kurzen Aufenthalt in Dubai landeten wir im eiskalten Frankfurt. Zum Glück ist hier der Weg nicht all zu weit zum Zug und wir fuhren mit dem nächsten ICE heim.

Kosten kurz und kompakt

Flüge: 1172,89€ plus den Inlandsflug für 113,97, was zusammen 1286,86€ macht

Transport: zwei mal Mietwagen 414€ und 220,50€ plus Sprit, ein wenig Maut und Nahverkehr ergibt 974,43€

Unterkünfte: Im ersten Teil setzten wir meist auf Booking und reservierten meist ein bis zwei Tage im Voraus. Im zweiten Teil waren die Booking Unterkünfte meist zu teuer uns somit landeten wir sehr oft bei Air BnB. Insgesamt 720,46€ mussten wir für unsere Übernachtungen zahlen.

Eintritte/Touren: die Wild Card kostete 230,94€ (was wir auch locker wieder rein geholt haben) hinzu kamen aber noch die Hippo Tour, der iSimigaliso NP, einiges am Blyde River etc. zusammen 349,15€

Essen: gelegentlich gingen wir abends essen, ansonsten versorgten wir uns selbst und landeten so bei 603,21€

Rest: dann gab es hier und da noch ein paar Ausgaben für Laundry, Souvenirs, Simkarten mit Data etc. 59,03€

Somit kosteten uns 24 Tage Südafrika 3993,14€. Also pro Person keine 2000€. Pro Tag und Person macht das 83,19€

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