Tongariro Crossing

In Taupo ging ich schnell ins Hostel und danach das schöne Wetter am See genießen. Als ich wieder zurück war, war Ben auch schon da und wir quatschten ne Runde. Dann gingen wir in die Hostelküche und lernte dort welche kennen, die das Crossing gerade hinter sich gebracht hatten. Sie sagten uns, dass sie auch auf dem Mount Ngauruhoe waren und am Ende außer Wolken nichts gesehen haben. Wir redeten noch viel zu lange und kamen nicht wie geplant zeitig ins Bett.

My precious....!
today it’s far away

Der Wecker kannte deswegen aber kein Erbahmen und klingelte noch vor um 6 Uhr. Schnell gefrühstückt und dann ging es los. Wir fuhren zum Ende des Tongariro Crossings und warteten dort auf Lars und Flo. Wir waren sogar richtig zeitig da, aber die zwei ließen sich etwas Zeit. Aber sie kamen dann doch und wir steigen in ihr Auto und ließen Bens zurück. Naja und da es ja echt boring wär, wenn mal was normal laufen wurde, hatten die Jungs mit einem mal n Platten. Da wir aber noch zu weit weg waren, hieß es erstma Reifen wechseln. So verzögerte sich unsere geplante Startzeit von 8 Uhr doch ein wenig. Zeit genug, dass alle die Shuttle eintrafen und es eher einer Massenwanderung von Deutschen glich.

Der Weg war auch anfänglich sehr gut ausgebaut und so ging es über Holzbretter und Treppen so dahin. Irgendwann wartete der erste Anstieg und ich hatte keine Lust mehr, wie immer. Als wir dann oben auf der Ebene ankamen, ging auch schon der Sidewalk zum Mount Ngauruhoe ab. Der verdammte Vulkan war komplett in Wolken….aber wenn man schon mal da ist. Somit gingen wir hoch und einen Weg gab es sehr bald nicht mehr. Jeder ging da, wo er glaubte, es sei gut. Irgendwann war die Steilheit auch nicht das Hauptproblem, denn bei dem ganzen Geröll musste man aufpassen, wo man hintritt. Die anderen waren mir auch schon vorausgeeilt und empfingen mich oben dann.

Aber kaum angekommen sprangen sie direkt auf und wollten weiter. Wir gingen am Krater entlang und stellten fest, dass wir den Ring unten vergessen hatten…Mist, holen wollte ihn jetzt auch keiner mehr. Naja muss Frodo halt machen. Dann liefen wir am äußeren Abhang lang und man merkte erstmal wie steil dieser verdammte Vulkan doch ist. Außerdem war es hier oben wohl gut windig, aber ein Vulkan sorgt schon dafür, dass einem nicht kalt wird und so wärmten wir unsere Hände am austretenden Dampf.

Irgendwann ging es dann runter und zwar auf direktem Weg. Einen steilen Pfad stürzten sich alle runter und das war nicht ohne. Am Anfang versuchte ich mich fest zu halten, aber an dieser Stelle verbrannte man sich da eher die Finger. Dann versuchte ich es ert einmal seitlich, aber das ging nur richtig auf die Knie. Also frontal und das ging auch gut, wenn immer die gleiche Menge Vulkanasche da war. Aber wehe da war mal ein Stein, der sich nicht gewegte oder zu viel Geröll und schon saß man aufm Arsch. Bzw ich setzte mich freiwillig hin, weil man so am besten bremsen konnte. Als das Steilstück vorbei war, hatte ich aber Probleme mit dem normalen gehen und stolperte über einen Stein und fiel….naja jetzt hat meine Hose n Loch, aber sonst ist alles gut.

Tongariro Crossing
Mount Ngauruhoe
Tongariro Crossing
the way up
Tongariro Crossing
Mount Ruapehu with snow
Tongariro Crossing
I did it finally
Tongariro Crossing
Mordor
Tongariro Crossing
that is the place you can drop the ring
Tongariro Crossing
on the crater rim
Tongariro Crossing
a good place to get your hands warmed
Tongariro Crossing
cloudy
Tongariro Crossing
the express way down

Unten leerte ich dann erstmal die Asche und Steine aus meinen Schuhen aus und dann ging es über die Autobahn (der Wanderweg war irrsinnig breit) bis zum nächsten Anstieg. Hoch ging es zum Red Crater. Der Wind war eisig und der Mt Ngauruhoe hatte mir jegliche Kräfte geraubt. Oben gab es dann den nächsten Sidewalk zum Mt Tongariro und ich hörte die anderen schon sagen, wir fragen Franzi was sie meint. Kaum da erklärte ich, dass ich sicher nicht so blöd sei und jetzt auch noch auf den Vulkan klettere. Schließlich hatten wir noch 11km vom normalen Crossing vor uns. Außerdem war der Vulkan in Wolken.

Also machten wir nochmal eine Pause und bestaunten dann den Red Crater, eindrucksvoll… Danach folgten die Emerald Lakes…Ich stürmte gerade zu den Berg runter und machte Fotos und eine längere Pause, denn diesmal kamen die Herren nicht nach 😉 Dann ging es wieder runter in ein Tal, bevor oh Wunder der nächste Anstieg folgte. Lars und ich hatten sowas von keinen Bock mehr und legten uns am Blue Lake erstmal hin. Aber mit dem See war auch das letzte Highlight vorüber, aber noch so viel vom Weg über.

Tongariro Crossing
lots of nothing
Tongariro Crossing
still in love with these grass
Tongariro Crossing
Red Carter
My precious....!
Blue Lake
My precious....!
another selfie
Tongariro Crossing
Emerald Lakes
Tongariro Crossing
in different colour
Tongariro Crossing
Red crater and Mt Doom
Tongariro Crossing
blue lake
My precious....!
pretty k.o.

Es ging ab jetzt bergab und leider nicht direkt. Vorbei am rauchenden Te Maari Krater kamen wir irgendwann an der Hütte an auf der man kurz zuvor angewiesen wird, doch bitte keine Pause zu machen, aber jeder machte ne Pause. Aber bei der Hütte konnte man Folgen des Ausbruchs des Te Maari Kraters sehen, denn der hat wohl das eine oder andere Loch in die Hütte geschlagen. Überhaupt waren überall Ampeln angebracht, wo grün uns sagte, dass wir weiter gehen dürfen. Aber mal ehrlich, wenn das Ding ausbricht und ich steh oben drauf, hab ich wohl Pech gehabt 😉 Irgendwann führte der Weg durch einen Wald und nach unglaublichen 8 Stunden, gut 25 km und endlosen Höhenmetern kamen wir endlich am Carpark an.

Zusammen fuhren wir zum Start und dann verfolgten Flo und Lars uns bis zum Hostel. Sie zogen diese Nacht doch ein Hostelbett dem Auto vor. Wir kochten einen riesen Topf Spaghetti und erzählten den anderen, das unser Ausblick deutlich besser war und kamen nicht früh ins Bett.

Tongariro Crossing
Te Maari crater
Tongariro Crossing
Taupo view
Tongariro Crossing
view back

Am nächsten Morgen checkten alle aus und ich ergatterte mir für eine Nacht noch ein Bett, das letzte freie im Hostel. Zusammen mit noch einem anderen ging es zu den Hot Springs. Sonnenschein, warmes Wasser….was gibt es besser und so chillten wir eine halbe Ewigkeit in den Hot Pools. Im Hostel hingen wir dann erstmal ab, bevor wir uns nochmal aufrafften an den See zu gehen. Wir tranken einen Kaffee und aßen ein gutes Stück Kuchen. Nur Bier konnten wir uns nicht kaufen, denn am Karfreitag hatte sonst alles zu. Während Lars und Flo dann zum Campground aufbrachen, sind Ben und der andere nochmal los und ich blieb im Hostel zurück.

My precious....!
next day no clouds
My precious....!
hot springs
My precious....!
and next to it cold water
My precious....!
some nice cake

Als die zwei wieder kamen, fragte wir erstmal unseren Begleiter nach dem Namen, denn mir war auch schon aufgefallen, dass wir den ganzen Tag zusammen abhangen, aber seinen Namen nicht kannten. Ich wusste nur, dass er älter war….eine Seltenheit in NZ..Julian heißt er btw. Ben verabschiedete sich dann auch Richtung Camp Ground und um 22 Uhr beschwerte sich Julian bei mir, dass ja alle schon wieder schlafen und dann kam er an und meinte, er gehe jetzt nochmal mit dem einen Engländer Rob zu den Hot Pools. Ich überlegte kurz, war dann aber mit von der Partie. Ohne mich hätten die zwei den Weg auch nie gefunden. Nach einer halben Stunde kamen wir am dampfenden Fluss an und fanden ein „Partyboot“ vor. Im Wasser lagen einige besoffene Leute und wir zogen uns erstma in den seperaten Pool zurück und dann unter den Wasserfall….tolle Massage.

Aber irgendwie war das ganze schon creepy, aber eben auch voll genial. Im Mondschein im heißen dampfenden Fluss zu sitzen….wir waren uns einig, dass das wohl einer der besten Moemnte in NZ war. Irgendwann waren wir neben einer weiteren Britin, dann auch so ziemlich alleine dort. Während die zwei Engländer irgendwann an Land gingen, quatschten Julian und ich noch ne ganze Weile bis auch wir aus dem Wasser stiegen. Dann folgte aber der lange kalte Heimweg. Im Hostel trank ich noch mal n Tee und Julian aß was und dann ging es um 2 Uhr nachts ins Bett.

Am nächsten Morgen sagte ich dann noch schnell Julian Good Bye bevor für mcih die Reise weiter nach Rotorua ging.

…..up next Hobbiton…..

One thought on “My precious….!”

  1. Hi Franziska, nicht schlecht die Besteigung der Vulkane! ??
    Scheint ja ganz schön anstrengend gewesen zusein ?und auch Kräftezerent! Aber hast dich ja gut erholen können in den hot pools, ?war bestimmt schön kuschellich warm!!! ?Die Fotos? wieder echt schön, besonders das mit dem grünen See!

    Gruß Daniel

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