Heimkehren ist so schwer

Am Flughafen in Hong Kong angekommen wartete ich erst einmal ewig am Check In, also ganz ehrlich AirAsia ist hier schneller. Nach dem Check In folgte die Ausreise und wieder gab es keinen Stempel, echt unfair. Dann ging es zum Security Check. Bei mir piepste mal wieder nichts, aber mein Rucksack… Erstmal meine kleine Dose untersucht und nochmal gescannt und dann haben die doch tatsächlich in meiner Kameratasche die Reinigungsflüssigkeit für die Linse entdeckt. Die hat in den 10 Monaten noch niemand gefunden. Somit wurde nochmal die Kameratasche gescannt und dann nochmal der Rucksack bis ich endlich entlassen wurde.

Dann durfte ich mal wieder Zug fahren und quer durch den Duty free Bereich laufen. So vergeht die Zeit auch bis zum Abflug und deswegen hatte ich auch nicht mehr wirklich Zeit meine letzten Hong Kong Dollar irgendwo anzulegen und durfte schon in den A380 steigen. Ich hatte das Glück vor den Triebwerken zu sitzen und so war es herrlich leise. Neben mir saßen dann auch noch zwei Chinesen auf ihrem ersten Flug. Die zwei Jungs waren echt sweet as und entschuldigten sich laufend, wenn sie einmal raus mussten. Außerdem fragten sie mich noch ein wenig aus, da sie eine Europa-Reise vor sich hatten. Naja und da ich zum ersten mal wieder Inflight Entertainment hatte, schaute ich zuerst Interstellar und dann The Theory of Everything.

Irgendwann kamen wir dann in Dubai an und sie ließen uns doch glatt auf’m Rollfeld aussteigen. Herrlich dieser wundervoll warme Wind von 35°C abends um 23 Uhr. Am Security Check  musste ich endlich mal wieder nichts aus dem Rucksack auspacken. Dann suchte ich mir im Transitbereich irgendwo n ruhiges Eckchen mit ner Liege und schlief. Morgens ging die Reise im A380 weiter. Ich schaute noch Still Alice und versuchte noch etwas Schlaf nachzuholen. Das Essen war überraschender Weise echt nix besonderes und das auf beiden Flügen, da hat Emirates echt Nachholbedarf. In München angekommen, war mein erster Gedanke, wo ist der nächste Flieger zurück nach Asien. Aber es half ja nichts, also erstmal einreisen. Zum Glück saß da ein Grenzbeamter, der so aussah als sei er auch grade erst vom backpacken zurück.

Dann ging das Warten am Gepäckband los. Das Band füllte sich, viele Leute standen drum herum und kaum einer nahm was runter, das hatte zur Folge, dass nichts mehr nachkam. So stand ich dann ne geschlagenen 3/4h bis mein Rucksack als einer der letzten endlich auftauchte. Ich hatte noch zehn Minuten bis zur S-Bahn, also beeilte ich mich. Aber nach dem Chaos am Gepäckband, ist vor dem Chaos am Ticketautomaten. Aber irgendwie schaffte ich es doch schnell an einen und zum Glück hatte ich vorher schon meine paar Euros und meine EC-Karte aus den Weiten des Rucksacks geholt.

Also ab ging es in die überfüllte S-Bahn. Ich stellte mich irgendwo mittendrin hin und schon räumte wer sein Gepäck zur Seite und ich hatte nen Sitzplatz, sweet as. Am Ostbahnhof kaufte ich mir erstmal nen extra großen Kaffee während ich auf den Meridian wartete. Dann kam auch der und die Reise nach Tirol ging weiter. In Kufstein musste ich noch einmal umsteigen bis ich in Wörgl ankam. Als ich raus aus dem Bahnhof in die Bahnhofstraße kam realisierte ich es, ich war wieder daheim. Fest stand, vermisst habe ich es nicht. Mal abgesehen von dem ein oder anderen Essen, was mir mal durch den Kopf ging, habe ich nicht wirklich was vermisst. Ich habe einfach die Reise genossen und nicht zu sehr über alles andere nachgedacht.

Heimkehren ist so schwer
Leaving
Heimkehren ist so schwer
waiting at the check in
Heimkehren ist so schwer
my A380
Heimkehren ist so schwer
chaos in Munich
Heimkehren ist so schwer
good coffee
Heimkehren ist so schwer
waiting at the train station – a bit tired

Oben in der Wohnung war dann fast alles unverändert. Ich ging erstmal duschen und wollte mir saubere Klamotten aus dem Kleiderschrank holen. Als ich den öffnete und die ganzen Sachen sah, ging ich zurück zu meinem Rucksack und nahm da etwas von meinen heiß geliebten Klamotten raus. Wer bitte braucht so viele Sachen?! Mir kam alles so unwirklich vor, selbst die Dusche war mir zu warm. Abends skypte ich noch kurz und dann hatte ich genug vom wachhalten und ging schlafen.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fühlte es sich an, als sei ich nie weggewesen. Ich beseitigte mein Chaos, wusch die Wäsche, sah meine Post durch, ging einkaufen und natürlich radeln. Jetzt erinnerte nichts mehr an die Reise, wenn da nicht meine Narbe und die Armbänder wären. Am folgenden Tag ging es dann im Labor vorbei. Okay viele neue Leute but the chaos is still same same and not even different. Erschreckend wie mir doch alles so gewohnt erschien und die Reise so weit weg.

Am Freitag packte ich dann mein Zeug zusammen und fuhr nach Göttingen (btw für 1€ – cheap cheap) und hier erwartete mich schon Marcel. Endlich erinnert mich wieder was bzw jemand an meine Reise :D Jetzt werd ich die nächsten Wochen in Deutschland verbringen um Freunde, Familie und natürlich Reisebekanntschaften wiederzusehen. Auf letztere freue ich mich besonders.

Heimkehren ist so schwer
a way too much clothes
Heimkehren ist so schwer
time to pack again

…..up next don’t know…..

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