Loy Krathong Chiang Mai

Als sich der Red Bus dem Hug Hostel näherte war es schon irgendwie so, als wenn ich nach Hause komme. Ich betrat das Hostel und wurde freudig empfangen und in dem Moment kam auch noch Ton an und umarmte mich. Ich bekam mein Bett wieder und machte mich auf den Weg einen guten Iced Coffee zu holen.

Dann saß ich in der Bar rum und als Pascal ankam, schnappte ich mir ihn direkt. Ich war fast pleite und er hatte mir ja mal angeboten Geld zu geben. Er versprach mir für den nächsten Morgen ein paar tausend Bath zu geben, damit ich das Krankenhaus zahlen kann. Also sollten meine Geldsorgen erst einmal dahin sein. Abends im Hostel stürzte ich mich mal wieder in die typischen Backpacker Gespräche bevor es dann ins Bett ging.

Der Wecker klingelte mal wieder früh und mein erster Weg führte mich zu Pascal. Blöd nur das er das Geld vergessen hat, aber er sprach direkt mit Ton und der eilte dann direkt an die Rezeption um mit Tony und Methika Kriegsrat zu halten. Sie gaben mir 5000 Baht und ich versprach das Geld am Donnerstag zurück zu geben, denn es hatte sich schon Stefan als meine Rettung angekündigt. Er wollte am Mittwoch zum Hug zurückkehren und mir dann auch wieder Geld geben.

Mit dem Geld in der Tasche ging es ins Krankenhaus und der Doc zog schnell die Fäden und meinte nur „Now you can travel.“. Genialer weise kostete der Spaß nichts und ich bekam auch keinen neuen Verband und gar nichts. Kaum im Hostel begutachteten alle mein Knie und danach gab es für mich nur eins…..DUSCHEN! Nach über einem Moment die erste Dusche ohne Verband….

Nachmittags überlegte ich mir dann, was ich jetzt alles machen könnte, aber irgendwie wollte ich mit dem Geld nicht um mich schmeißen, schließlich war es nur geliehen… Abends ging ich dann mal wieder am South Gate essen und auf dem Rückweg hielt ich bei diversen Tempeln an, da alle für das kommende Loy Krathong geschmückt waren.

Als ich wieder im Hostel war, erzählte ich Tina davon und wir sind noch einmal los. Am Three Kings Memorial machten wir den ersten Fotostopp, als uns zwei Jungs ansprachen. Sie wollten wissen, ob das alles sei oder es noch mehr zum Loy Krathong gibt. Ich erklärte ihnen, dass das Fest ja erst Morgen anfängt und wir kamen ins Gespräch und mit einem mal kam „Hey, I think we heard about you. You are the one with the stitched knee?“ – ja ich war echt berühmt, wenn mich jetzt sogar schon keine „Hugs“ vorher kennen, bevor ich sie kenne. Sie erklärten mir, dass sie Freunde von Thomas sein und er ihnen als Abschreckung meine Story erzählt hat.

Wir verbrachten dann den restlichen Abend zusammen. Erst relaxt vor der Jazzbar, dann Zoe’s und am Ende Spicys, denn es war Tinas letzter Abend also warum früh heimgehen?!

Loy Krathong Chiang Mai
inside a temple
Loy Krathong Chiang Mai
so beautiful
Loy Krathong Chiang Mai
Loy Krathong Chiang Mai
Loy Krathong Chiang Mai
at the Three King Menorial
Loy Krathong Chiang Mai
full moon
Impossible to leave...
a bit spooky

Die Rache kam am nächsten Morgen, denn meine Stimme war nun gänzlich dahin. Also schweigen…ein großer Spaß den ganzen Tag über nichts zu sagen. Das Wetter war zum ersten mal total daneben, Dauerregen den ganzen Tag. Also tat ich nichts, mied klimatisierte Räume und so kam dann auch gegen Abend meine Stimme zurück, gut so, denn Alex und ich wollten uns zum Abendessen und Abschied nehmen nochmal treffen. So verbrachten wir nen netten Abend und vergaßen genialer Weise Abschied zu nehmen…

Am nächsten Tag war das Wetter same same. Es regnete weiterhin und so gab es wieder einen faulen Tag. Ich ging nur zur Post in Chiang Mai um nach meinem Brief zu fragen. Dort erklärten sie mir, dass es wohl doch eher zwei Wochen dauert bis er kommt….könnte also knapp werden. Abends ging es dann zu einem lokalen Loy Krathong fest außerhalb von Chiang Mai und pünktlich zu diesem tauchte Stefan wieder auf.

Wir fuhren mit gut 50 Leute vom Hostel dorthin. Es gab viel zu essen, eine Parade, Krathongs und Lanterns. Als erstes ließ ich eine Lantern steigen, aber nicht ohne vorher meinen Wunsch auf selbige zu schreiben. Aktuell gab es da ja nur eines und zwar meine Kreditkarte und genau das wurde notiert. Da die Lantern nicht direkt abbrannte und aufstieg, hatte ich Hoffnung. Dann wurde natürlich auch noch ein Krathong in den Fluss gesetzt und wieder etwas gewünscht. Das Festival war wirklich genial schön und überall knallten die Thais rum. Wie bei uns zu Silvester kam man sich vor.

Loy Krathong Chiang Mai
again colorful
Loy Krathong Chiang Mai
Loy Krathong Chiang Mai
one with me
Loy Krathong Chiang Mai
make a wish….
Loy Krathong Chiang Mai
pose
Loy Krathong Chiang Mai
and let it go
Loy Krathong Chiang Mai
if the wish not comes true
Loy Krathong Chiang Mai
parade
Loy Krathong Chiang Mai
Loy Krathong Chiang Mai
still full moon
Loy Krathong Chiang Mai
huge krathongs
Loy Krathong Chiang Mai
my small my krathong
Loy Krathong Chiang Mai
with me
Loy Krathong Chiang Mai
where it goes
Loy Krathong in Chiang Mai

Am nächsten Tag war ich morgens mit Stefan zum Frühstück verabredet und heute war das Wetter same same but different, denn endlich kam die Sonne wieder raus. Als ich auf Stefan vor dem Hostel wartete, kam Tony mir mit einem Briefumschlag wedelnd entgegen. Unglaublich meine Kreditkarte war da….also Buddha ist echt schnell im Wunsch erfüllen 😀

Ich ging mit Stefan dann mal wieder bei Angels frühstücken und anschließend überlegte ich mir, wann ich Chiang Mai verlassen wollte. Eigentlich war Sonntag geplant, da ich nicht auf den letzten Drücker los wollt, aber irgendwie erschien es mir zu früh und so buchte ich im Hostel für Montag meinen Bus nach Luang Prabang. Dann ging ich zu Pascal und fragte ihn, ob er jetzt wirklich was zum Abschied für mich kocht. Natürlich tat er es und so bestellte ich mir für den Sonntagabend Käsespätzle 😀

Als Ton erfuhr, dass ich gehen wollt, war er beleidigt, schließlich hatte er es mir verboten. Ich könne umsonst im Hostel bleiben und wegen dem Visa könne ich ja Tony heiraten. Der meinte nur er sei schwul. Darauf bot Ton sich selber an und Tony antwortete nur, dass ich doch besser ihn heiraten solle…

Am Abend ging ich dann zusammen mit Stefan auf das Loy Krathong in Chiang Mai. Ton hatte uns gesagt, wo man am besten das Feuerwerk sehen kann….nur dumm wenn es irgendwie kein Feuerwerk gab. Es war alles viel größer und touristischer als beim lokalen am Tag zuvor und es war faszinierend das nichts passierte bei dem ganzen Feuerwerkszeug und Lanterns.

Impossible to leave...
@Angels Secret
Impossible to leave...
best breakfast in CM
Loy Krathong in Chiang Mai
the way of the lanterns
Loy Krathong Chiang Mai

Am Samstag gönnte ich mir mal eine Thai Massage. Ich buchte eine Stunde bei der Ex-Prison Massage um die Ecke. Zuerst wurden mir die Füße gewaschen und dann bekam ich andere Sachen zum Anziehen. Anschließend überredete die Thai mich dazu, doch zwei Stunden zu nehmen, denn sie versprach auch auf mein Knie aufzupassen. Ich bereute es nicht, die Massage war genial. Wirklich die richtige Massage für mich und Schmerzen hatte ich auch nicht und am Ende war ich absolut relaxt. Ich genoss danach erst einmal auf dem Rooftop den Sonnenuntergang.

Anschließend traf ich mich mal wieder mit Alex, denn wir hatten da ja beim letzten Mal was vergessen. Diesmal haben wir es dann auch hinbekommen und uns am Ende des Abends verabschiedet….schade das er nach seinem Kurs wieder heim fliegt und nicht auch weiterreist.

Impossible to leave...
sunset

Sonntag, der letzte Tag in Chiang Mai war angebrochen und ich war richtig wehmütig. Ich ging ein letztes Mal bei Angels frühstücken und wollte mir auch einen letzten Green Tea gönnen, aber meine Kaffee-Frau des Vetrauens hatte schon geschlossen. Also gab es im Into the Woods ein letztes Mal etwas zu essen.

Danach nötigte ich noch Ton und Tony ein Foto mit mir zu machen und Ton weigerte sich. Aber am Ende bekam ich doch das Foto und noch eines mit Pascal. Dann packte ich mein Zeug und in der Zeit tauchte Stef im Dorm auf. Er war zurück aus dem Süden und ich freute mich ihn noch einmal zu sehen. Ich ging noch ein letztes Mal aufs Rooftop und genoss den Sonnenuntergang, bevor ich auf mein Essen von Pascal wartete.

Der ließ mich wirklich warten, aber dann kamen einige von den Hostelleuten mit einem Plakat an und umarmten mich. Ich glaub, ich bin die erste die etwas vom Hostel bekommen hat und die Kas’spatzn waren auch genial. Zum Nachtisch wollte ich mir noch einen Roté gönnen, aber auch mein Roté-Mann ließ mich im Stich. Dafür lief mir der eine Soldat vom Check Point über den Weg und verabschiedete sich von mir und wünschte mir eine gute Reise.

Dann wollte ich eigentlich feiern gehen, aber irgendwie keiner mit mir und so kam es das ich am letzten Abend im Hug, sehr zeitig im Dorm verschwand…

Impossible to leave...
one last breakfast at Angels
Impossible to leave...
the ants go for my honey
Impossible to leave...
Tony and Ton
Impossible to leave...
Pascal
Impossible to leave...
Good Bye
Impossible to leave...
Kasspatz’n

Dann war er da, der letzte Morgen. Ich versuchte noch einmal mein Glück bei der Cafe-Lady und bekam heute meinen geliebten Iced Green Tea und dazu Frühstück von Pascal. Danach packte ich im Dorm mein Zeug und checkte aus. Tony weigerte sich den Schlüssel entgegen zu nehmen und bot sich noch einmal als Ehemann an.

Dann ging das große Warten los und nach zwanzig Minuten rief Benny bei der Agentur an. Er meinte sie seien auf dem Weg. Tony meinte nach weiteren 15 Minuten nur, Benny habe grade meinen Trip gecancelt, schließlich solle ich bleiben. Und auch wenn das Hostel ausgebucht war, für mich gäbe es immer ein Bett.

Irgendwann nach über einer Stunde kam dann tatsächlich mein Pick up und das was unmöglich erschien, passierte. Ich verließ das Hug Hostel, aber nicht ohne zu sagen, dass ich vielleicht wieder käme, worauf Tony nur meinte, ich muss….Dann ging es im Van raus aus Chiang Mai….ich werde das Hug und Chiang Mai echt vermissen. Nach einem Monat ist es ja sozusagen mein zu Hause geworden.

…..up next Luang Prabang…..

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