nebelwald

Am nächsten Morgen mussten wir nach einem weiteren leckeren Frühstück Abschied nehmen – für uns ging es nach Santa Elena. Nach 5 Stunden Fahrt teils durch trockene Landschaften, teilweise über die Panamericana kamen wir in Santa Elena an. Wir hatten uns wieder über Air BnB eine Unterkunft gesucht und fanden hier die wohl schwächste der Reise. Denn unser Bungalow war schon ganz schön in die Jahre gekommen und somit für den Preis eindeutig zu teuer. Aber wir waren ja nicht hier wegen der Unterkunft sondern wegen dem Nebelwald und den Vögeln. Für den heutigen Tag standen dann erst einmal nur noch ein Einkauf an und sonst machten wir uns einen Plan, welchen Nebelwald wir besuchen wollten.

Birds in the cloud forest
its hot out there

Nearly no birds

Am nächsten Morgen ging es für uns dann wieder früh morgens los, denn unser erstes Ziel war der Nebelwald von Santa Elena. Hier liefen wir einfach einen Wanderweg entlang, der so ziemlich den ganzen Park umfasst. Leider waren wir beim Wildlife spotten nicht so erfolgreich. Eine Schlange nahm Reißaus vor mir und sonst sahen wir nur eine Spinne auf einem Blatt. Dafür gab es aber ganz viel dicht bewachsene Natur zu sehen – Nebelwald pur – und immer wieder den Bell Bird zu hören, der sich irgendwie nach einem alten Radio auf der Suche nach einem Radiosender anhört.

Nachdem wir einen Kaffee Stopp bei uns im Bungalow eingelegt hatten, ging es wieder los. Die Hängebrücken im Selvatura Park Monteverde warteten auf uns. Es hat schon was hoch oben durch die Baumkronen des Nebelwalds zu laufen, aber beim Wildlife spotten hat es nicht geholfen, denn außer einem Coati sahen wir nichts.

Birds at Curi Cancha

Am nächsten Tag versuchten wir unser Glück im Curi Cancha Reserve, welcher kein Nebelwald ist, doch hier sollte sich der Eintritt mal so richtig lohnen. Wir liefen direkt in eine Reisegruppe mit Guide hinein und konnten so ein paar Fotos von den zahlreichen Morphofaltern machen. Kurz danach gab es einen weiblichen Tukan im Blätterdach zu sehen. Anschließend gingen wir unserer eigenen Wege. Wir hörten wieder diesen einen Vögel, der sich anhört, als würde er einen Baum auseinandernehmen, so einen Krach machte er. Nach einiger Suche fanden wir ihn den Montezumastirnvogel, der wirklich auf der Nahrungssuche den halben Baum auseinander nimmt.

Irgendwann kamen wir dann am Kolibri Garten vorbei – und auch wenn ich es nicht toll finde, wenn Tiere angefüttert werden – den Kolibris könnte ich ewig zuschauen.

Für uns ging es aber dann irgendwann weiter und wir sahen eine ganze Zeit nicht so viele Tiere bzw. waren wir eh auf der heimlichen Suche nach einem Quetzal. Aber anstelle eines Quetzals fanden wir einen Mot Mot – auch ein wirklich schönes Vögelchen. Dann irgendwann aus heiterem Himmel lief ein Gürteltier vor uns durchs Laub – mit dem haben wir jetzt ja echt nicht gerechnet. Bevor wir den Park verließen mussten wir dann aber noch einmal bei den Kolibris vorbei schauen und machten ein weiteres mal viel zu viele Fotos.

On a night walk

Da wir hier allgemein wirklich viele Tiere gesehen hatten, buchten wir uns für einen Night Walk ein, denn Marcel wollte unbedingt Schlangen sehen. So kamen wir dann auch zu Dämmerung wieder. Während wir noch ein wenig warten mussten, kam ein zu groß geratenes Meerschweinchen – besser bekannt als Aguti vorbei.

Birds in the cloud forest
an agouti

Dann ging unsere Wanderung los und als erstes wurde das Geheimnis über die Morphofalter gelüftet. Diese sind in Wahrheit gar nicht wunderschön blau – sondern einfach nur braun – Dank ein Interferenz des Lichtes auf ihren Schuppen der Flügel, wirken diese blau. Ein weiteres Geheimnis wurde auch noch gelüftet. Sie lieben die vergorenen Feigen – genauso wie so ziemlich jedes andere Tier – und somit sind sie alle besoffen und fliegen deshalb immer hoch und runter.

Leider sahen wir ansonsten nicht allzu viel bei dieser Nachtwanderung. All zu oft hörten wir von Geschichten wie „Bis gestern war hier eine Tarantel“ und „Hier sind sonst immer Schlangen“. Also ging es zu einem Teich wo wir dann so einige Kröten fanden. Dann schaltete unser Guide das UV Licht an und nach einigem Suchen fand er auch einen Skorpion – btw. völlig ungefährlich hier in Costa Rica. Ach und unser Gürteltier vom Vormittag kreuzte dann auch nochmal unseren Weg, genauso wie ein paar Wanderameisen.

Nach der Nachtwanderung ging es für uns dann erst einmal Essen fassen. Heute kochten wir zur Abwechslung einmal nicht selbst sondern es gab wieder gutes Casado.

Birds in the cloud forest
another casado

…..up next the Pacific Coast…..

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